München in Listen

Die besten Türstehersprüche, die lustigsten Vornamen, die häufigsten Taxler-Typen: Ein München-Porträt in Stichpunkten
jetzt-redaktion

Die lustigsten Friseursalonnamen: 1. Coiffeur Haarmony, Tegernseer Landstraße 92 2. Franz für Haare, Westendstraße 264a 3. Friseur Die Glücks-Strähne, Voßstraße 11 4. Friseur Hairport Schwabing, Belgradstraße 24 5. Friseursalon Hin & Hair, Felicitas-Füss-Straße 2 6. Friseurteam Haaribo Claudia, Kistlerhof 104 7. Hair-Cooles, Lindwurmstraße 175 8. Hair Gott, Luisen-, Nymphenburger-, Leopoldstraße 9. Hairlich, Herzogstraße 31 10. Moosacher Frisurentreff, Feldmochinger Straße 8a

Immer noch geläufige Sprüche aus „Monaco Franze“ und „Kir Royal“: 1. Ich scheiß dich zu mit meinem Geld. 2. A bisserl was geht immer. 3. Macht’s nur so weiter! 4. Immer des Gschiss mit der Ellie. 5. Edda, ich kann so ned arbeiten, wennsd mir ständig deine Titten zeigst! 6. Spatzl, du bist doch mein einziger Augenstern. Des andere sind doch nur Spielereien! 7. Mehr seelisch, verstehen’s? 8. Mona, halt’s Maul! 9. Wenn ihr Sohn mich bis um sechs in der Früh bumst, werd’ ich ja noch bis um elf schlafen dürfen! Die schönsten Türsteher-Sprüche: 1. Komm doch einfach mit anderen Schuhen wieder, dann lass ich Dich auf jeden Fall rein. 2. Jetzt ist es gerade schlecht. Kommt doch so in vier Stunden noch mal vorbei. Dann ist weniger los. 3. Heute mal nicht. Einfach so. 4. Sorry Jungs, heute nur für Mädchen. 5. Ich hab’ heute schon so viele Idioten reingelassen, irgendwann muss Schluss sein.


Suchergebnisse, wenn man bei Google den Satzanfang „Die Stadt München ist…“ eingibt: 1. Die Stadt München ist, um erfolgreich zu sein, auf die Mithilfe aller angewiesen. 2. Die Stadt München ist bundesweit seit längerer Zeit einer der größten kommunalen Ausbildungsbetriebe. 3. Die Stadt München ist die bayerische Landeshauptstadt und bietet Einwohnern und Touristen eine breite Reihe an kommunalen Dienstleistungen. 4. Die Stadt München ist auf klimarelevanten Gebieten sehr erfolgreich. 5. Die Stadt München ist immer eine Reise wert. 6. Die Stadt München ist auch 2007 erneut bundesweit der einzige Ort, in dem eine zugelassene Neonazi-Kundgebung unter Bezug auf den vor 20 Jahren gestorbenen Hitlerstellvertreter Heß stattfinden kann. 7. Die Stadt München ist einer der bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungsstandorte Europas. 8. Die Stadt München ist aufgrund ihrer relativ guten finanziellen Situation noch nicht gezwungen, Wohnungen zu verkaufen. 9. Die Stadt München ist auf den ersten Blick, nämlich oberflächlich und an ihren Rändern betrachtet, auch nicht besonders reizvoll. 10. Die Stadt München ist Deutschlands größte Schulstadt. Namen, die in der Rubrik „Geburten“ im Lokalteil der SZ in den vergangenen drei Monaten veröffentlicht wurden: 1. Nepomuk Dylan Conor 2. Lucy Gwendolyn 3. Jake Kilian 4. Stanley Jan 5. Yonathan Maximilian 6. Holly Luisa 7. Aurelia Kiara 8. Mattis Finn 9. Tim Kekoa 10. Franz Luitpold Auszug aus der Song-Liste, die DJ Hennig Furbach am vergangenen „Britwoch“ im Atomic Café auflegte: 1. The Teenagers - Homecoming 2. Klaxons - Two Receivers 3. Kasabian - LSF 4. The Whip - Divebomb 5. Familjen - Det snurrar i min skalle 6. Teddybears STHLM - Different Sound 7. Hot Chip - Ready For The Floor 8. Desert Planet - Return Of The Ninja 9. Feist - My Moon My Man (Boys Noize classic mix) 10. Shitdisco - OK 11. New Young Pony Club - The Bomb 12. The Sunshine Underground - Put You 13. In Your Place 14. The Music - Getaway 15. Franz Ferdinand - This Fire 16. The Blood Arm - Suspicious Character 17. Operator Please - Get What You Want 18. The Fratellis - Chelsea Dagger 19. Alphabeat - Fascination
Allerweltsnamen und die Zahl der Treffer, die sie auf www.telefonbuch.de in Kombination mit „München“ erzielen: 1. Schmidt: 2234 2. Schmied: 58 3. Maier: 1232 4. Meyr: 11 5. Müller: 3603 6. Muller: 4 Was wir auf einem „tz“- oder „Abendzeitung“-Titel gerne lesen würden: 1. Schlimm! Champagner-Engpass bei Käfer-Fete 2. Nicolas Sarkozy und Carla Bruni richten sich im Lehel ein Liebesnest ein. Anwohner beunruhigt. 3. Oberbürgermeister Christian Ude und Gattin erneuern ihr Ehe-Gelöbnis im Beisein ihrer Katzen auf einer kleinen griechischen Insel 4. „Bei Bärbel“ in der Agnesstraße ist der neue In-Treff der Schickeria 5. Viktualienmarkt-Äpfel doppelt so teuer und halb so gesund wie „Normalo“-Äpfel 6. Nett: Münchner Eisbären-Ehepaar will „Flocke“ adoptieren 7. Thomas Mann-Zitat „München leuchtete“ bedeutet doch etwas ganz anderes, als bisher gemeint Fünf Fächer, die sich in München studieren lassen: 1. Koptologie 2. Clima Design 3. Hethitologie 4. Geotelematik und Navigation 5. Kanonisches Recht Die fünf traurigsten Wahrheiten über München: 1. Für Studiengebühren interessiert sich hier wirklich niemand. 2. Münchner sind spießig. Auch die jungen, lockeren Münchner wollen Ude bis an ihr Lebensende – aber bitte keine Hochhäuser. Wobei das möglicherweise an den vielen Schwaben liegt, die hier leben. 3. Münchner haben – im Gegensatz etwa zu Berlinern – kein Problem mit den Bewohnern anderer deutscher Großstädte. Das liegt aber nicht daran, dass sie so aufgeschlossen sind – andere Städte sind den Münchnern egal. 4. Es gibt in München fast keine Anarchisten, keine Punks und auch nur sehr wenige Sprayer. Jedenfalls, so weit man aus ihrer öffentlichen Nicht-Präsenz schließen kann. 5. Das öffentliche Verkehrsmittelsystem ist teuer und die U-Bahnen fahren zu selten.
Sieben gängige Formulierungen aus der Münchner Jugendsprache: 1. Check di nei! (im Sinne von „Hallo auch, reich mir die Hand zum Gruße!“) 2. Sers!(im Sinne von „Servus, Hallo, Grüß dich“) 3. Oida! (im Sinne von „Hey, Kumpel, grüß dich!“) 4. madig (im Sinne von „schlecht“) 5. linken (im Sinne von „stehlen“) 6. Tschausen! (im Sinne von „Auf Wiedersehen“ oder „Adieu“) 7. Pfiati, Noagerl! (im Sinne von „Prost, hau weg die Pfütze“) Dreimal Zahlen für eine Stadt: 1. Ein Quadratmeter Bauland kostet im Schnitt 908 Euro. 2. Die PKW-Dichte je 1.000 Einwohner liegt bei 550. 3. Münchner Männer haben eine Lebenserwartung von 77 Jahren. Die der Frauen liegt bei 82,3 Jahren. Die fünf meistbestellten Gerichte im Augustiner am Platzl: 1. Schweinshaxe mit Kartoffelknödel 2. Schnitzel „Wiener Art“ mit Kartoffelsalat 3. „Augustinerteller“: Stück von Schweinshaxe, Ente und Schweinebraten mit Kartoffelknödel und Blaukraut 4. „Metzgerpfandl“: Rostbratwürstl, Regensburger und Kassler vom Grill mit Sauerkraut und Röstkartoffeln 5. Weißwürst’ mit Breze und Senf
Wir trauern um ... 1. . . .die Breze für 40 Pfennig. 2. . . .die Zeit, in der es noch keine Eislauffläche auf dem Stachus gab. 3. . . . um den Gärtnerplatz, der früher einfach nur Wiese war. 4. . . . gute Demonstrationen. 5. . . . Schusser. 6. . . . den Flohmarkt auf dem Kunstpark-Gelände. 7. . . . die versiegelten Gullys zum Papstbesuch. Was man an München am meisten vermisst, wenn man nicht da ist: 1. das Tegernseer Helle 2. die Tram 3. An frischen Sommermorgen die Leopoldstraße runterzuradeln. 4. Isarparties 5. Die flächendeckende Präsenz von Mülleimern, die auch noch regelmäßig entleert werden. Wo die schönsten Münchner sind: 1. In der Dreimühlenstraße. Die Frühstückshübschen sitzen dort an Tischen auf dem Gehsteig. 2. In der S-Bahn zwischen Wolfratshausen und Solln. Auf der Fahrt in die Stadt steigen dort nur höfliche und fein gewandete Gäste ein. 3. In der Amalienstraße. Mittags verkauft das Dean & David gesunde Essensware wie Salate und Smoothies an ein fast ausschließlich knackiges Publikum. 4. Auf dem Gärtnerplatz. Im Sommer. Abends. 5. Auf dem Geschwister-Scholl-Platz. Im Sommer. Auf der Wiese.
Sieben Dinge, die einem Ortsfremden in München sofort auffallen: 1. Die vermutlich sauberste U-Bahn in einer deutschen Großstadt 2. Der eklatante Mangel an Imbiss-Buden im Innenstadt-Bereich 3. Das gemächliche Bewegungstempo in der Fußgängerzone 4. Die hohe Dichte an Pelzmänteln und Perlenketten 5. Der Münchner Freizeitdress eignet sich auch zum Job-Vorstellungsgespräch 6. Die Zeitungskästen zur Selbstbedienung an jeder Straßenecke 7. Es scheint mehr fernöstliche Touristen als Einheimische zu geben. Zu den gängigsten Taxlertypen gehört: Der Grantler: Selbst die lukrativste Zielansage nimmt er gleichmütig hin. Bei kurzen Strecken entfährt ihm aber gerne ein „Und dadafür hob i zwei Stunden gwart!“. Er chauffiert lässig, eine Hand auf dem fellbezogenen Lenkrad, die andere braucht er entweder um andere Taxler zu grüßen oder um andere Autofahrer zu beschimpfen. Der geschwätzige Lebenskünstler: Bricht das Schweigen des Fahrgastes mit einem lockeren: „Jetzt haben sie ja in Holland auch das Rauchverbot, gell!“ und schafft es selbst auf der Strecke Hauptbahnhof-Stachus noch fundamentale Politikkritik, Sportanalyse und eigene Lebensbeichte unterzukriegen. Der bayerische Türke: Kann besser münchnerisch als jeder Wiesnwirt, hat sich aber dem Grant noch verweigert. Weist stattdessen während der Fahrt fröhlich darauf hin, wie viel jener Mercedes und dieser Porsche kostet und dass sein Schwager sich einen gekauft hat, der dauernd in die Werkstatt muss. Der gut situierte Hobby-Taxler: Erzählt gleich, dass er nur Taxi fährt, wenn er Lust drauf hat und eigentlich ja auch in seinem Häuschen in Waging am See sitzen könnte. Erlässt einem ungerade Cent-Beträge, wenn man dafür zuhört, wie er anno 1978 Mario Adorf gefahren hat, und dass der seitdem immer mal wieder anruft. Der Unheimliche: Sitzt kerzengerade, hat die Klimaanlage auf 14 Grad gestellt, fragt mechanisch, ob man angeschnallt sei, bremst überhart schon bei hellgelb ab, bietet vier verschiedene Routen zum Ziel an und schreibt automatisch eine Quittung.

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