Nur für Münchner: 25 Dinge für den Sommer

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Der Sommer ist in diesem Jahr ein flüchtiges Gut. Als die jetzt.muenchen-Redaktion die Liste der Dinge plante, die man im Sommer 2008 in der Stadt erleben sollte, schien tatsächlich noch die Sonne. Jetzt zeigt die Wetterprognose für die nächsten Tage im besten Fall nur Wolken. Die sommerlichen Vorsätze erscheinen unter diesen Bedingungen umso wichtiger. Denn eh man sich versieht, ist der Sommer schon wieder vorbei.

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Illustration: Julia Schubert

1. Auch für nicht so Kunstinteressierte: Unbedingt noch in die Martin Parr Ausstellung „Parrworld“ im Haus der Kunst gehen und sich noch bis zum 17. August Fotos von dekadenten Russen, nackten Engländern und anderen schönen Grausligkeiten anschauen. 2. Wenigstens einmal am späten Nachmittag ins Auto oder in die S-Bahn setzen und einen der schönen bayerischen Seen ansteuern. Dort dann rein ins Wasser, raus ans Ufer, abtrocknen, blöde in die untergehende Sonne schauen, anziehen, in einen Biergarten am Ort gehen, Radler trinken, heimfahren, früh schlafen. Wirkt so gut wie eine Wochen Wellness-Urlaub in Kärnten 3. Sich heimlich auf eine private Isar-Party schleichen und vermeiden, dem Gastgeber am Bierkasten zu begegnen. Falls doch, einfach gebrochenes Deutsch mit englischem Akzent sprechen – schon ist man die Attraktion der Party. 4. Eine ebenfalls schöne Art am Leben fremder Menschen in der Stadt teilzuhaben: den Fotostream der Bilder abonnieren, die auf der Website flickr.com mit „München“ verschlagwortet sind. 5. Jürgen Klinsmann um ein Autogramm bitten. Falls es blöd läuft mit dem Bundesliga-Start (15. August, 20.30 Uhr in Fröttmaning gegen den Hamburger SV) ist er womöglich schneller wieder fort, als man glauben mag. 6. Einem Touristen freundlich und verständlich den Weg zum Hofbräuhaus erklären. 7. Eine ganze Nacht auf dem Monopteros im Englischen Garten verbringen. 8. Sich an einem Samstagnachmittag im Gärtnerplatzviertel verirren, eines der winzigen Cafes aufsuchen und abends, ohne etwas eingekauft zu haben, nach Hause radeln. 9. Alle Kioske entlang der Isar testen und dem besten eine selbstgebastelte Medaille verleihen (kann auch heimlich geschehen).


10. Von Wolfratshausen nach Thalkirchen mit dem Schlauchboot fahren. 11. Blumen für den Balkon kaufen 12. Sich einen Tag frei nehmen und allein im Kanal des umgebauten Bad Maria Einsiedel schwimmen. 13. Dem Cafè Cord nachweinen. Während einer Sanierung des Gebäudes muss der Club in der Sonnenstraße pausieren. Am Freitag (18. Juli) darf deshalb das Personal auflegen. Auf der Website heißt es: „Jeder Mitarbeiter bringt seine fünf Lieblingslieder mit und legt sie zum Abschied auf. Dazu gibt es Getränkespecials, Tanzfläche und eine Menge Abschiedsspaß bis in den frühen Morgen.“ 14. Mal Vormittags auf eine Hip-Hop-Party gehen – zum Beispiel am Samstag am Lenbachplatz. Ab 10 Uhr in der früh legt DJ Explizit (Main Concept) auf – bis in die Puppen: um 14 Uhr ist Schluss. 15. Was für die Bildung tun und auf den Spuren von Rilke und Mann den Englischen Garten erkunden bei der Stadtführung „München leuchtete“. 16. Nach einer Nacht in der Roten Sonne seine persönliche After Hour an der Isar feiern. 17. Surfen lernen, damit man nächstes Jahr in der stehenden Welle im Eisbach endlich mitmischen kann.
18. Bei Sonnenschein und 40 Grad nachmittags ins Kino gehen. Danach sieht die Welt ganz anders aus. 19. Mit Fackeln picknicken im Englischen Garten 20. Im Biergarten einen Presssack bestellen und es nicht eklig finden. 21. Sich einen Hund ausm Tierheim „ausleihen“ und mit ihm spazieren gehen 22. Pitahaya-Eis (= Drachenfrucht-Eis) bei Sarcletti am Max-Weber- oder Rotkreuzplatz probieren. 23. Eine Stadtrundfahrt im offenen Touri-Bus machen 24. Einmal quer über den Brunnen am Stachus rennen und dann so tun, als sei man überhaupt nicht nass geworden. 25. Vielleicht diesmal am 20. Juli rechtzeitig aufstehen und endlich mal mitreden können, denn alle werden das restliche Jahr über wieder vom legendären Kocherlball schwärmen. Das Ereignis am Chinesischen Turm, bei dem nach altbayerischer Tradition ab sechs Uhr früh getanzt und kostümiert wird, zählt zu den interessantesten Fixpunkten im Münchner Jahr. Neu heuer: Mit Katharina Mayer ist eine „junge Wilde“ zur Tanzmeisterin berufen worden. Sie wird zackig und bestimmt die Anleitung für die richtigen Schritte geben – und heißt ausdrücklich auch jüngere Besucher zum Kocherlball willkommen.

Text: jetzt-redaktion - Illu: Katharina Bitzl

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