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Wenn Gasteltern arbeitslos werden: Auch Au-Pairs sind von der Krise betroffen

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Inwiefern hat sich die Wirtschaftskrise auf die Au-Pair-Situation im Ausland ausgewirkt? Lietz: Leider ist die Krise für unsere Agentur deutlich spürbar. Es ging Anfang Dezember 2008 los, dass die ersten Mädchen mich um die Vermittlung in andere Familien baten. Weil Vater oder Mutter, manchmal sogar beide Gasteltern arbeitslos geworden sind und sich schlicht und ergreifend das Au-Pair Mädchen nicht mehr leisten konnten.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Was konnten Sie für die Mädchen so kurzfristig tun? Lietz: Also zunächst einmal haben wir uns um möglichst zeitnahe Rückflüge in die Heimat bemüht. Zu Weihnachten hatten viele der Au-Pairs ohnehin einen Heimflug gebucht, und dann konnten wir uns in Ruhe um die Vermittlung in neue Familien bemühen. Welcher Länder waren am stärksten betroffen? Lietz: Am schlimmsten war es in Großbritannien, dann folgte Irland. Am wenigsten hat man in Spanien gespürt. Wie viele Mädchen waren in Ihrer Agentur konkret betroffen? Lietz: Insgesamt waren es 30 Mädchen, wovon circa 20 in Großbritannien und Irland und die restlichen in Spanien die Koffer packen mussten. Zur Einordnung: Nach Großbritannien vermitteln wir jährlich im Schnitt 250 Au-Pairs.

Text: alice-peterhaensel - Foto: privat

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