An Vaters Arm oder auf eigenen Füßen? Der königliche Hochzeitsticker

Aufruhr in Schweden - die Prinzessin möchte ganz schwach zum Altar geführt werden, obwohl man in dieser Sache doch schon viel weiter war. Adelsexperten bitte urteilen!
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Seit Jahren wird darüber spekuliert, seit Monaten in einschlägigen kreisen darauf hingefiebert, jetzt ist es bald soweit: Kronprinzessin Victoria von Schweden wird ihren ehemaligen Fitnesstrainer Daniel Westling zum Prinzgemahl und Mann befördern. Am 19. Juni soll das dazugehörige Spektakel über die Bühne gehen. Nun aber gibt es seit Wochen Aufregung über einen bestimmten Teil der Zeremonie, nämlich den Einmarsch in die Kirche. Viktoria möchte dabei nach angelsächsisch-romantischem Vorbild von ihrem Vater zum Altar geführt und an ihren Mann übergeben werden. Da ging ein Aufschrei durch das Musterland der Gleichberechtigung, in dem es üblich ist, dass Braut und Bräutigam Seite an Seite auf den Altar zumarschieren. Die Vater-Tochter-Variante wird von vielen Kommentatoren als beschämend rückständig empfunden, schließlich würde dabei die Frau aus der Mündigkeit des einen Mannes in die Mündigkeit des anderen übergeben. Als moderne Prinzessin, so die Kritiker, möge Viktoria doch bitte kein so schlechtes Beispiel ins Land schleppen. Die tut es aber trotzdem. Wie findest du die Sache, wer hat Recht? Ist es romantisch am Arm des Vaters übergeben zu werden oder sollte die Selbstbestimmung der Frau auch bei der Trauung deutlich werden? Wir findest du Königshochzeiten im allgemeinen und wirst du am 19. Juni mit Taschentüchern am Fernseher sitzen? Oder verwundert dich das letzte monarchische Zucken in manchen Ländern nur noch? Und welchen Hochzeitsbräuche durftest du im abgelaufenen sog. Wonnemonat Mai beiwohnen?

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