Badezimmer S-Bahn: wie viel Körperpflege in der Öffentlichkeit ist noch ok?

Nase putzen, Finger lackieren, Pickel ausdrücken – was geht gar nicht in Bus und Bahn?
klara-jaeger
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Illustration: Julia Schubert

Die Situation ist bekannt: Du sitzt in der S-Bahn und starrst so vor dich hin. Dein Gegenüber kramt umständlich in den Tiefen seiner Tasche, zieht schließlich triumphierend eine Feile heraus und beginnt sich in Seelenruhe, die Nägel zu maniküren. Du siehst zu, wie Nagelsplitter auf deine Schuhe fallen und fragst dich auch ohne schlechte Grundlaune: Muss das jetzt sein? Klar, Naseputzen oder ein kurzer Labello-Einsatz unterwegs sind ok, aber wie sieht das aus, wenn sich jemand in Gesellschaft mit dem Zahnstocher die Reste des Mittagessens aus den Zähnen pult oder seine Haare mit solcher Hingabe bürstet, dass sie im ganzen Abteil verwehen? Kriegst du bei öffentlicher Körperpflege die Krise, ist es dir egal oder gehörst du vielleicht selbst zu denjenigen, die sich manchmal auf der Rolltreppe verstohlen noch schnell etwas Deo unter die Achseln sprühen? Oder sich in der U-Bahn gründlich schminken? Wo hört für dich dabei der Spaß auf? Bild:dpa

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