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Bist du schlecht in Mathe? Bist du ein Mädchen?

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Am Dienstag hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine Sonderauswertung der PISA-Ergebnisse veröffentlicht. Es geht darum, wie sehr sich die Leistungen von Jungs und Mädchen unterscheiden. Die Ergebnisse sind interessant: Bis zum Alter von etwa zehn Jahren gibt es kaum geschlechtliche Unterschiede in Mathematik – Jungs und Mädchen sind gleich stark. Fünf Jahre später sieht es allerdings anders aus: Im Alter von 15 Jahren schneiden Jungs in fast allen untersuchten Ländern in Mathe besser ab als die Mädchen.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Die Experten jedoch sind der Meinung, dass sich diese Unterscheide nicht mit Begabungen erklären lassen. Testet man nämlich die logischen Fähigkeiten, zeigen sich keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Der Grund ist eher in der sozialen Prägung zu suchen. Mädchen wird schnell suggeriert: In Mathe musst du nicht gut sein, deine Begabungen liegen eh woanders. Mit der Zeit verschlechtern sich dann auch ihre Leistungen. Eine Erklärung liefert auch eine Begleitumfrage: Danach sehen sich Familien mit ihren zehnjährigen Söhnen doppelt so oft wissenschaftliche Sendungen im Fernsehen an als mit ihren Töchtern. Wie ist das bei dir? Haben dich deine Eltern – wahrscheinlich unbewusst – in die eine oder andere Richtung geprägt? Muss damit endlich Schluss sein?

Text: maria-freilich - Foto: AP

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