Bockwurst, Braten, Bollinger. Der Weihnachts-Freß-Ticker

Was bringt die Tradition bei dir in den nächsten Tagen auf den Tisch? Und welche Feiertagsgerichte verstehst du gar nicht?
max-scharnigg
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Illustration: Julia Schubert

  Die Lebensmittelabteilungen quellen über vor geräucherter Entenbrust, aus den Zeitungen flattern die Champagner-Prospekte, Papa hat den Weinkeller einer Revision unterzogen und die kleine Schwester ruft aus Australien an und verkündet, dass sie auch dort die Familientradition hochhalten wird und deshalb Karpfen blau unter Palmen plant. Sobald man annähernd erwachsen ist, verbindet man das Weihnachtsfest weniger mit aufregenden Geschenken und unerträglicher Spannung, als viel mehr mit ausufernder Völlerei und unerträglicher Spannung der Bauchdecke. Als müsste man all die Abendessen des ablaufenden Jahres noch mal im Schnelldurchgang zusammenfassen, wird bis Silvester ambitioniert getafelt und wenn zwischendurch mal Zeit ist, steht garantiert immer eine Plätzchendose oder ein Glas Punsch in der Nähe. Soweit, so feierlich. Im Gegensatz zu anderen Religionen und Kulturen aber, haben unsere hohen Festtage keine allgemeingültige und maßgebliches Speisefolge und deswegen kommt es  derzeit zuverlässig zu Glaubenskriegen in Küchenfragen. Jede Familie hat ihre eigenes Pflichtmenü und Essensritual. Die einen starten schlicht und steigern sich bis zur Gans am zweiten Feiertag, andere ziehen das Silvester-Fondue auf den Heiligabend und bringen auch sonst alles durcheinander, für die einen müssen Bockwürste dabei sein, für die anderen Kaviar. Was sieht dein Speiseplan in den nächsten Tagen vor, welche Regeln müssen dabei unbedingt beachtet werden? Welche Aufgaben wirst du in der Küche zu erledigen haben? Auf welches Essen freust du dich am meisten und wie wird mit dem Tabuthema Völlerei in deiner Familie umgegangen?


Text: max-scharnigg - KimC/photocase.com

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