Das ist doch dieses Lied aus der einen Werbung...

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Wenn jemand auf Englisch anzählt, habe ich gleich Feists Stimme im Kopf. Denn eines ihrer Lieder heißt „1234“ und war 2007 der Song für die „Apple iPod Nano“-Werbung. Da sang sie dann immer „one, two, three, four“ und dieses absolut mitsingskompatible „Oh-ho-ho, you’re changing your heart / Oh-ho-ho, you know who you are“. Ich mochte das gern und habe mir danach zwei Alben von Feist gekauft. 

Feist in der Apple-Werbung. War halt ein Ohrwurm. 

Musikern wird es oft negativ ausgelegt, wenn ihre Songs in der Werbung laufen. Dass sie sich verkauften, heißt es dann, ihre Fans betrögen, keine ernsthaften Künstler mehr seien. Kürzlich ist auf Buzzfeed ein sehr ausführlicher Artikel zu diesem Thema erschienen. Er heißt „How Selling Out Saved Indie Rock“ und beschreibt, wie in Zeiten des illegalen Downloads die Einnahmen aus Werbe-Songs Musiker und Bands gerettet haben. Und dass diese Entwicklung gerade schon wieder rückläufig ist, weil zu viele verzweifelte Bands den Werbemarkt fluten und sich das Geld, das dort zu holen ist, teilen müssen. Wenn sie Glück haben, finden die Menschen, die vorm Fernseher sitzen, ihre Musik aber so toll, dass sie sie kaufen. Feist zum Beispiel wurde durch die Apple-Werbung schlagartig sehr viel bekannter und verkaufte viel mehr (zum Beispiel an mich). Wenn sie Pech haben, sind die Menschen eingefleischte Fans mit einem Idealbild vom unabhängigen Vollblut-Künstler und nehmen es ihnen übel, dass sie in der Werbung auftauchen. 

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert
Zu Werbung tanzen! 
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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert
Zu Werbung tanzen! 
Ich habe seit Feist eigentlich keine Musiker mehr durch Werbung entdeckt. Aber ein Kollege hat erzählt, dass er durch eine Vodafone-Werbung auf Harry Nilsson aufmerksam geworden ist. Und auch der Singer-Songwriter „What Song is in that Commercial?“ widmet sich ganz dem Aufspüren schöner Werbesongs, damit alle wissen, von wem sie stammen, und die Künstler so auch wirklich was davon haben (wobei man das heute auch einfach mit Songerkennungs-Apps wie „Shazam“ herausfinden kann).   Hast du schon mal eine Band für dich entdeckt, weil ihr Song in der Werbung lief? Oder einem einzelnen Werbelied nachgespürt, weil du es dringend haben und auf Dauerschleife hören wolltest? Warst du vielleicht mal total enttäuscht von deinem Lieblingskünstler, weil er sich an einen großen Konzern „verkauft“ hat? Und wie stehst du generell dazu, wenn Musiker ihre Songs für eine Werbung hergeben?
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