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Foodwatch verleiht einen Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres und reiht sich ein in die lange Liste der Negativpreise. Braucht's das? Oder ist es Quatsch, Awards für schlechte Leistungen auszurufen?
pierre-jarawan

1. Der Goldene Windbeutel

Bis zum 16. Juni können Verbraucher aus fünf Produkten die dreisteste Werbelüge auswählen. Foodwatch hat dazu verschiedene Produkte auf den Wahrheitsgehalt ihrer Werbeslogans untersucht und aufgelistet. Damit sollen die Unwahrheiten aufgedeckt werden, die in vielen Werbesprüchen stecken. Der Goldene Windbeutel wird dieses Jahr zum dritten Mal verliehen.

2. Die Goldene Himbeere

Als Gegenpol zur Oskarverleihung gedacht, hat sich die Goldene Himbeere, die seit 1981 verliehen wird, inzwischen zu einem echten Kultpreis entwickelt. Mit ihr werden in verschiedenen Kategorien Filme, Schauspieler oder Drehbücher für die jeweils schlechteste Leistung des Jahres ausgezeichnet. Es gibt auch eine Ehrenkategorie: Zum schlechtesten Schauspieler des Jahrzehnts wurde Silvester Stallone gekürt. Die Auszeichnung für den schlechtesten Film des Jahres 2010 gewann Transformers – Die Rache.

3. Die Unperson des Jahres

Mit diesem Preis, der 2010 erstmals vergeben wurde, wird eine Person ausgezeichnet, "die sich durch ihr eigenes Verhalten besonders stark gesellschaftlich ausgegrenzt hat." Mit großer Mehrheit konnte Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland die Wahl im vergangenen Jahr für sich entscheiden. Auf einer Website kann jeder seinen Nominierungsvorschlag für die Liste einreichen, die im Dezember veröffentlicht wird.

4. Der Darwin Award

 

Zugegeben, um den Darwin Award lustig zu finden, braucht es eine Menge an Schwarzem Humor. Der Preis wird seit 1994 verliehen und zeichnet Personen aus, die sich versehentlich aus dem Genpool entfernen, indem sie sich entweder unfruchtbar machen oder umbringen. Menschen, die mit etwas Glück überleben, werden mit einer "ehrenwerten Erwähnung" ausgezeichnet. Unter den Preisträgern ist beispielsweise ein Anwalt, der aus dem 24. Stock eines Hochhauses stürzte, als er anderen die Bruchsicherheit seiner Fenster beweisen wollte und sich dagegen warf. Ebenfalls ausgezeichnet wurden zwei Einbrecher, die versehentlich das Gebäude, in dem sie sich befanden, in die Luft sprengten, obwohl es ihnen nur um den Safe ging.

 

 

5. Das Unwort des Jahres

 

Ebenfalls seit 1994 wird das Unwort des Jahres von der Gesellschaft für Deutsche Sprache gekürt. Unter den Siegern der vergangenen Jahre befinden sich Begriffe wie alternativlos, betriebsratsverseuchtoder 

Humankapital. Die Auszeichnung ist der Gegenpart zum Wort des Jahres, das sich meistens auf eine charakteristische Diskussion oder Situation bezieht. Vergangenes Jahr wurde das Wort Wutbürger zum Wort des Jahres gekürt.

 

Hast Du für die jeweiligen Preise eigene Vorschläge? Was bringen diese Negativpreise? Findest Du sie überflüssig und gemein? Oder bist Du der Meinung, dass sie genau das Richtige sind, um auf die Dinge aufmerksam zu machen, die nicht in das Bild der schillernden Preisverleihungen und roten Teppiche dieser Welt passen? Gibt es einen Negativpreis den man deiner Meinung nach unbedingt gründen müsste? 

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