Der erste Jahresrückblick 2014

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Es gibt einige Indikatoren, die dir dabei helfen zu erkennen, dass ein neues Jahr begonnen hat: ein ohrenbetäubendes Feuerwerk um Mitternacht, Horden von Betrunkenen auf der Straße, ohne dass ein Fußballspiel angekündigt wurde, und die Tatsache, dass in den Medien (zumindest vorerst) auf Jahresrückblicke verzichtet wird. Nicht nur katerbedingte Erinnerungsschwächen sorgen dafür, dass das Überdenken-was-passiert-ist vom Wissen-was-wichtig-wird überholt wird: Zur Jahreswende werden Rückblicke auf die vergangen zwölf Monate durch Vorschauen und Prognosen für die kommenden abgelöst.

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Illustration: Julia Schubert

Wir finden ja: Es ist nie zu früh für einen Jahresrückblick.  

Aber wieso sollte man überhaupt ein Jahr warten, bis man seine Erfahrungen reflektiert? Warum sollte man erst dann über seine Erlebnisse nachdenken, wenn die Erinnerungen daran schon fast verblasst sind? Und warum sich mit unscharfen Wahrsagen quälen, wenn das Zurückblicken auf die kurze Phase des neuen Kalenderjahres noch so einfach ist?  

Auch wenn der Neujahrstag so ereignisarm erscheint wie die Silvesternacht spektakulär, häufen sich rasch genug Augenblicke, um eine erste Vergangenheitsbewältigung loszutreten. Lass die letzten Tage Revue passieren und zeig uns was dich 2014 schon bewegt hat – auch wenn du womöglich nicht einmal die Couch verlassen hast. War die Pizza vom Lieferservice zu kalt? Hattest du keinen Kater, obwohl du allein genug Fusel für eine ganze Bar getrunken hast? Hat dein Ex-Partner nicht auf deine SMS um vier Uhr morgens geantwortet? Oder konntest du nicht richtig ausschlafen, weil dein erster Praktikumstag in der jetzt.de-Redaktion am zweiten Januar war? Was sind deine spannendsten, lustigsten oder enttäuschensten Momente des jungen 2014?

Text: julian-schmitzberger - Foto: antifalten / photocase.com

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