Der Jobticker: Wie wichtig ist dir ein cooler Chef?

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Wann macht dich ein Job oder eine Position zufrieden? Das Geld spielt eine Rolle, sicher. Der Ort. Wobei man da aber auch Missverständnissen aufsitzen kann. Es gibt Leute, die Vestenbergsgreuth in Franken aufs Erste für ganz schlimme Provinz halten. Wenn Sie aber schon immer mal bei einem großen Unternehmen arbeiten wollten, das Tee verkauft, spielt der Ort vielleicht nicht mehr so die Rolle. Außerdem kann man häufig erst nach einem Jahr Anwesenheit und Arbeitszeit wirklich beurteilen, was die gute alte deutsche Provinz noch zu bieten hat, zumal Vestenbergsgreuth. Mit am wichtigsten für Zufriedenheit sind aber die Arbeitskollegen. Im Idealfall sind sie so eine Art zugeheirateter Freundeskreis. Manchmal reicht es schon, wenn in der Kollegenschaft vielleicht so zwei, drei Schwestern und Brüder im Geiste arbeiten und prompt hat man beim Aufstehen auch irgendwie gute Laune. Wie aber ist es mit dem Chef? Ist es grad wurscht, wer der ist oder hat man nicht noch mehr Freude am Arbeitsleben, wenn da das Gefühl ist, man kann vom Chef was lernen? Man kann sich was von ihm abschauen? Es scheint Chefs zu geben, zu denen sich sehr viele Menschen hingezogen fühlen. Im Weißen Haus sind angeblich schon mehr als 350.000 Bewerbungen um Stellen in der Verwaltungsmaschinerie von Präsident Obama eingegangen. So ist es zumindest dem White House Blog zu entnehmen. Eine große Zahl, die sich unter anderem wohl mit der Arbeitslosigkeit erklären lässt, die in den USA steigt. Die Zahl lässt sich vielleicht aber auch mit einer großen Portion Opportunismus verstehen, die manchen Menschen zu eigen ist. Leute, die mit einem Job unter Barack Obama vielleicht sogar eine gewisse „Erotik“ verbinden.

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Illustration: Julia Schubert

Kannst du das verstehen? Gibt es Menschen, unter denen oder mit denen du sehr gerne zusammenarbeiten würdest? Welche Rolle spielen Charisma und Fähigkeit eines Chefs für deine Job- oder auch Studienzufriedenheit? Bei Abschluss- oder noch mehr bei Doktorarbeiten spielt der Ruf des Professors ja nicht immer eine unerhebliche Rolle.

Text: peter-wagner - Foto: ap

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