Der Monopol-Ticker: Microsoft und Marktmacht

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Nachdem die Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass das Unternehmen Microsoft durch sein dominantes Betriebssystem Windows keine neuen Monopole bei anderen Softwareprogrammen schaffen darf, schlagen die Wogen hoch: Microsoft kritisierte die Entscheidung des Gerichts als "enttäuschend", Vertreter von freier Software wie die europäische "Free Software Fundation" bezeichneten das Urteil als "himmelschreienden Sieg für die Software-Freiheit" und "großen Tag für Innovation und Wettbewerb". Wettbewerb ist dabei das entscheidende Wort: Der Vorwurf, der Microsoft meistens gemacht wird, ist die Wettbewerbsverzerrung - das Unternehmen, das mit seiner Software eine beherrschende Marktstellung einnimmt, soll dieses Beinahe-Monopol dazu benutzen, andere Software-Produkte des Unternehmens wie beispielsweise Abspielsoftware auf dem Markt zum Erfolg zu verhelfen. Damit wurde der Prozess um die Geschäftsstrategie von Microsoft zum Zankapfel von Ökonomen, Forschern und Vollblutkapitalisten: Darf eine Firma, die im freien Wettbewerb eine marktbeherrschende Position erringt, diese dann ohne Schranken zum eigenen Vorteil einsetzen - oder ist das Missbrauch? Funktioniert ein Markt überhaupt richtig, wenn er ein Monopol erzeugt? Und warum zum Teufel streben Firmen, die die freie Marktwirtschaft zu ihrem Credo erhoben haben, ein Monopol oder zumindest eine markbeherrschende Stellung an, obwohl Monopole die Kräfte des Marktes aushebeln? Na, wo sind die BWL´ler da draußen? Und weil es so schön ist - das Ergebnis eines Monopols:

Ach, und das ist auch schön - der Anfang eines Monopols:

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