Der Preis, den niemand haben will

Jedes Jahr zum Weltwirtschaftsgipfel in Davos werden die "Public Eye Awards" an besonders skrupellose Unternehmen verliehen. Welche Firma hätte diesen Preis deiner Meinung nach verdient?
christina-waechter
Default Bild

Illustration: Julia Schubert


Jedes Jahr, pünktlich zum Weltwirtschaftsgipfel nominiert eine Gruppe rund um Greenpeace und die entwicklungspolitische Organisation „Erklärung von Bern" sechs Unternehmen für den Public Eye Award.
Dabei nominieren sie Unternehmen, die durch ausbeuterische Praktiken, Umweltverschmutzung oder absichtliche Fehlinformation im vergangenen Jahr ganz besonders hervorgestochen sind. In diesem Jahr sind sechs Unternehmen nominiert:

 - Anglogold Ashanti, das beim Goldabbau in Ghana Menschen und Natur vergiftet.
- Das Schweizer Stromunternehmen Axpo, das Uran aus dem verstrahltesten Ort der Welt bezieht.
- BP für die Deepwater Horizon Katastrophe im Golf von Mexiko.
- Den Chiphersteller Foxconn, einem Unternehmen mit so schlechten Arbeitsbedingungen, dass allein 2010 mindestens 18 junge chinesische Wanderarbeiter Selbstmord begangenen haben.
- Der finnische Energiekonzern Neste Oil, der vermeintlichen Biosprit aus Regenwaldabholzung gewinnt.
- Philipp Morris - der Tabakkonzern klagt gegen Uruguays Raucherschutzgesetz.

Seit 2000 werden zwei Preise an die Gewinner verliehen: ein Publikumspreis für das Unternehmen, das die meisten Zuschauerstimmen gewonnen hat, sowie der GLOBAL-Award, der von einer Fach-Jury verliehen wird. Welches Unternehmen hätte es deiner Meinung nach ebenfalls verdient, auf diese Liste gehievt zu werden? Glaubst du, dass solche Preisverleihungen einen Einfluss haben und womöglich die Unternehmenskultur ändern werden? 

  • teilen
  • schließen