Der Produktnamen-Ticker: Welcher Konsumartikel sollte nach dir benannt werden?

Zwei Hamburger Blogger sammeln Bilder von Gebrauchsgegenständen, die einen Frauennamen tragen. Auf welcher Verpackung sollte dein Vorname um Käufer werben?
anna-kistner

Die Erfindung des Kapitalismus hat es mit sich gebracht, dass der Besucher eines Supermarktes meist die Wahl hat zwischen mehreren Anbietern des einen Produkts. Die Erfindung der Industrie war es dann, diese Produkte möglichst mit Mädchenvornamen zu versehen. Vermutlich in der banalen Hoffnung dass der Toillettensitz "Maren" und die Personenwage "Verona" irgendwie eher zum Kauf verführt als das gesichtslose Plastikding daneben.

"Dana" ist der naheliegende Name des Damennamen-Blogs von Martin und Silke Die Hamburger Blogger Silke Kramer und Martin Rathscheck machen sich auf www.damennamen.de seit zwei Jahren den Spaß, Fotos von Produkten mit Mädchenvornamen zu sammeln. In der Rangliste der von der Industrie geliebtesten Damennamen führt "Julia", die es in Form von Ohringen, Katzenfutter oder Frühstückstüten zu kaufen gibt, knapp vor "Regina", die es immerhin auch in die edle Form einer Schreibmaschine geschafft hat. Auch Jungsnamen wurden im Supermarkt schon gesichtet. Ricky, der Eistee. Oder Sammy, die Klopapierrolle mit Rasenduft und Fußball-Motiven. Besonders häufig muss "Nico" als Produktpate um Käufer werben. Sein Name steht auf Mungo-Bohnensprösslingen, Schuhspannern und Feuerwerkskörpern. Warum bennen Eltern ihre Kinder eigentlich nicht langsam nach Gegenständen? Nach Regalen zum Beispiel. Billy ist doch eigentlich ein ganz schöner Name. Und jetzt zu dir: Welche Produktpersönlichkeit bist du? Gibt es irgendeinen Artikel des täglichen Gebrauchs, dem du deinen Vornamen freiwillig leihen würdest?

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