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Der Retter in dir

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Irgendein Flughafen, irgendein Flugzeug, kurz vor Abflug: Wenn die Stewardessen den Umgang mit Sauerstoffmasken und Schwimmwesten vorführen oder stattdessen kurze Filmchen zur Sicherheitsbelehrung über die Bildschirme flimmern, dann schaltet mein Gehirn leider automatisch in den Stand-by-Modus. Ich weiß, dass es unvernünftig ist, denn ich habe dank dieses Reflexes inzwischen trotz einiger Flüge nicht mehr im Detail parat, wie ich im Fall der Fälle reagieren müsste. Der erste Flug ist eben aufregender (und angsteinflößender) als der 25. – daher traute ich mich als Kind kaum zu blinzeln, um ja nichts von der Schwimmwesten-Show zu verpassen, und studierte genauestens die Sicherheitskarte. Deshalb war ich damals auch immer bestens für den Ernstfall gewappnet.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Das Wissen aus dem Erste-Hilfe-Kurs ist meistens schnell wieder vergessen.

Genauso mit 18 und dem frisch erworbenen Führerschein: Selber Autofahren war neu und aufregend, das Wissen vom Erste-Hilfe-Kurs noch präsent. Inzwischen ist es leider arg reduziert – und auch, wenn ich mangels Vehikel praktisch nie Auto fahre: Nicht zu wissen, wie ich bei einem Verletzten im Notfall einen ersten Verband anlege und starke Blutungen stoppe, halte ich für eine der wenigen wirklich unverzeihbaren Bildungslücken und bereitet mir ein entsprechend schlechtes Gewissen. Deshalb habe ich mir auch fest vorgenommen, demnächst meine Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen.

Wie gut bist du auf Notfälle vorbereitet? Könntest du die Rettungskette aufsagen, wenn man dich mitten in der Nacht aufweckt - oder müsstest du bei einem Unfall nochmal nachschlagen, wie du einen Verletzten in die stabile Seitenlage beförderst? Wärst du in der Lage, einen Feuerlöscher zu bedienen, ohne die Anleitung zu lesen? Guckst du beim Einchecken im Hotel automatisch auf den Fluchtwege-Plan? Und wann hast du eigentlich das letzte Mal einen Blick auf die Notfall-Ausrüstung im Auto geworfen?

Text: juliane-frisse - Foto: dpa

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