Der Ticker, den wir zu hassen lieben

Es gibt Themen, Menschen, Tiere, Dinge, die man mit so großer Inbrunst hasst, dass man sich bisweilen fragen könnte, ob man nicht doch ein bisschen zu viel Inbrunst in die Gefühle investiert.
christina-waechter
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Illustration: Julia Schubert

Bei mir sind das zum Beispiel einige Blogger, die ich nur deshalb abonniert habe, um mich bei jedem ihrer neuen Blogeinträge über ihre unfassbare Doofheit aufzuregen. Oder einige prominente Figuren des öffentlichen Leben, gegen die ich eine so zähnefletschende Abneigung hege, dass ich mich selbst kaum wiedererkenne. Und dann gibt es natürlich auch den ein oder Menschen aus meiner direkteren Umgebung, gegen den ich so allergisch reagiere, dass meine Freunde es tunlichst vermeiden, deren Namen in meiner Anwesenheit in den Mund zu nehmen. Bei welchen Menschen geht es dir so ähnlich? Oder sind es eher abstrakte Dinge wie eine Warteschleife oder die falsche Verwendung von Apostrophen, die dich in die Luft gehen lassen? Oder gehörst du zu den ganz besonders ausgeglichenen Zeitgenossen, die sich einfach nicht aufregen können, selbst wenn sie es wollten?

Text: christina-waechter - Bild: ddp

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