Der Tierticker - Die neue Hässlichkeit

Ein Monster tapst durch die Innenstädte: Es ist fast quadratisch und sieht aus, als sei es immer wieder gegen eine Wand gelaufen. Es röchelt. Es ist der Mops
philipp-mattheis

Illustration: Julia Schubert

Dieses Tierchen hat dem Jack-Russel-Terrier, diesem kleinen hyperaktiven Springmonster, den Rang als In-Köter abgelaufen. Der Mops polarisiert, weil er: - fast quadratisch ist - wegen Überzüchtung ständig Atemprobleme hat - für Exzentrik steht - an einen Gremlin erinnert - und auch an eine Wurst Die taz bezeichnete einmal ihn als "Trendhund wider die Ästhetik" und versuchte, die Leserschaft gegen dieses Tierchen aufzuwiegeln. Es hat nicht funktioniert. Denn der Mops besitzt einen ganz eigenen Charme. In seiner ganzen Hässlichkeit liegt anspruchsvolle Liebenswürdigkeit verborgen. Der Mops ist nicht dumpf-niedlich wie Knut. Er zeigt uns mit seinem Äußeren, dass wir nicht lieben, was schön ist, sondern schön finden, was wir lieben. Ein prominenter Mops-Halter ist übrigens Loriot und der sagt: "Ein Leben ohne Mops ist möglich - aber sinnlos."

Illustration: Julia Schubert

Lasst uns deswegen gemeinsam ein Hohelied auf den Mops anstimmen!

Text: philipp-mattheis - Foto: Reuters, ddp

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