Der Vornamen-Ticker: Woran denkst du, wenn du an Frieda denkst?

Chantals und Kevins werden in der Schule benachteiligt, weil ihre Lehrer sie von vornherein für dumm halten. Gegen welche Namen hast du Vorurteile?
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Eine neue Studie beweist: Der Vorname ist entscheidend für die Schulkarriere. Julia Kube, 24, befragte für ihre Master-Arbeit 500 Grundschullehrer und fand heraus, dass diese die Alexanders, Maximilians, Hannahs und Sophies in ihren Klassen von vornherein für viel intelligenter halten als alle Kevins, Justins, Chantals oder Mandys.

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Illustration: Julia Schubert

Die kleine Schwester von Jimmy Blue und Wilson Gonzalez Ochsenknecht heißt übrigens Cayenne. Dass man mit seinem Vornamen fürs Leben gestraft sein kann, wussten wir ja schon, seit Promis ihre Kinder nach Früchten (Peaches Geldof, Apple Martin) oder Städten (San Diego Pooth, Paris Hilton) benennen. Tatsächlich haben wir aber auch Vorurteile gegenüber Namen, die eigentlich ganz normal klingen: Ist Frieda nicht immer das freche Mädchen mit den roten Haaren? Und Theodor der weltfremde Streber, der viel zu gut in Chemie ist? Manchmal sind es auch ganz persönliche Erfahrungen, die einen Namen in unseren Ohren positiv oder negativ klingen lassen. In meiner Grundschulklasse gab es zum Beispiel gleich drei Felixe, und alle haben ständig den Clown gespielt. Währenddessen war Jasmin so ein typisches Mädchenmädchen, das immerzu mit Barbiepuppen spielte und Haare bis zum Po hatte. Wenn ich heute eine neue Jasmin kennenlerne, verbinde ich dieses Image auch gleich mit ihr – da können ihre Haare noch so kurz sein. Geht es euch genauso? Bei welchen Namen schrillen bei euch die Alarmglocken, und wie muss man heißen, um euch auf Anhieb sympathisch zu sein?

Text: eva-schulz - Foto: AP

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