Deutschland lacht (sich) ab: Thilo spricht englisch

Darf man sich über Menschen lustig machen, die eine fremde Sprache nicht gut sprechen?
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Illustration: Julia Schubert




Thilo Sarrazin ist ein Star. In Deutschland und in der Welt. Jedenfalls hat der umstrittene Autor ("Deutschland schafft sich ab") in dieser Woche die Interview-Anfrage der BBC-Sendung World Have You Say nicht abgelehnt, sondern dort Fragen zu seinem Buch beantwortet - auf englisch. Dabei merkt man, dass der in Gera geborene Autor kein Muttersprachler ist. Sein starker Akzent und seine eher ungelenkten Formulierung paaren sich hier mit seiner Annahme, das Wort "Germany" verlange im Englischen stets einen Artikel. So kann man im Netz Sätze wie diesen hier nachhören:

People are here because they choose the Germany as a land which is comfortable to live in.


Mit dem Sarrazin die Haltung von Menschen kritisieren möchte, die als Fremde nach Deutschland kommen, aber in Wahrheit gar nicht qualifiziert sind. Nicht mal die fremde Sprache sprechen.

Ebenfalls im Netz: Beißender Spott für den das Fremde ablehnende Sarrazin. Menschen verlinken das Interview und machen sich über Sarrazins Sprache lustig. Seit Guido Westerwelle und Günter Oettinger ist das ein typischer Reflex auf ältere Herren und deren Englisch zu reagieren.

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