Die chilenischen Kumpel sind gerettet. Der Tag danach-Ticker

Die dramatische Rettungsaktion der 33 chilenischen Bergarbeiter, die seit zwei Monaten verschüttet waren, ist erfolgreich gestartet. Was wäre deine erste Tat, wenn du 69 Tage lang weggewesen wärst?
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Illustration: Julia Schubert

Edison Pena, 34, war der zwölfte gerettete Bergarbeiter, der durch eine kleine Rettungskapsel nach oben gezogen und gerettet wurde Zwei Monate fast 700 Meter unter der Erdoberfläche, bei 37 Grad in einer Mine, die etwa 1,5 Kilometer lang ist, mit den ewig gleichen Menschen. Zwei Monate fern von Familie und den Alltagskrisen der Arbeitswelt, fern vom flimmernden Fernseher und zeitraubendem Internet, einem vollen Kühlschrank, einer heißen Dusche und einem kuscheligem Bett. Die Rettungsaktion „San Lorenzo“ der 33 chilenischen Bergleute aus der Mine San Jose´ in der Atacama-Wüste hat begonnen. Die ersten Verschütteten wurden gestern morgen nach 69 Tagen tiefster Dunkelheit in der Rettungskapsel „Phönix“ hinaufgezogen, zurück an die Erdoberfläche, zurück ans Tageslicht, zurück in den Alltag. Die ganze Welt blickt mit Spannung und Erleichterung nach Chile. Wie würde es dir nach dieser langen Zeit im Untergrund zurück in eine Welt voller Stuttgart21-Diskussionen und Sarrazin-Streitereien ergehen? Was wäre das erste, was du nach 69 Tagen Abgeschiedenheit tun würdest? Was hätte dir am meisten gefehlt? Und was würde dir schon ziemlich bald wieder auf die Nerven gehen?

Text: anabel-schleuning - Bild: dpa

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