Ein billiges Auto für bessere Noten? Der Hochschul-Bestechlichkeits-Ticker

Der Deutsche Hochschulverband empört sich über eine Autowerbung: Welche Erfahrung hast du mit Professoren gemacht?
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Illustration: Julia Schubert

Es geht um ein junges Mädchen, um ein Auto und um einen Professor. Aus diesen Zutaten hat ein Autoportal im Internet eine Anzeigenkampagne und mit Hilfe des Professors auch einen kleinen Skandal gebaut. Die Reklame kann man auf den Toiletten an deutschen Autobahnraststätten sehen. Sie zeigt eine junge Frau, die ein kleines Auto verkaufen will und dafür von ihrem Professor ein unmoralisches Angebot erhält: Er will den Wagen billiger und bietet dafür bessere Noten. Ein Skandal schimpft der Deutscher Hochschulverband und liefert der Anzeigenkampagne jede Menge Aufmerksamkeit: "Eine derartige Werbung ist ehrverletzend, beleidigend und in besonderem Maße für den Berufsstand des Hochschullehres imageschädigend." Denn Professoren, so der Grundton des Empörungsausrufs, würden sowas niemals machen. Stimmt das? Welche Erfahrungen hast du mit Professoren gemacht? Kannst du die Empörung des Hochschulverbands verstehen? Was denkst du über die Werbung?

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