Ein Schaf, zwei Schafe, drei Schafe: Der schlaflose Ticker

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Als Mensch, der von Zeit zu Zeit ziemliche Einschlafprobleme hat (die aber nie soo schlimm sind, dass man den Notarzt rufen müsste), habe ich ein paar Strategien entwickelt, mit denen ich mir diese Zusatzzeit einigermaßen okay vertreiben kann. Und die sehen so aus:

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Manche Menschen schlafen nur mit Wecker in der Hand gut ein. Schmuckbild zum Thema Strategie 1 (Anzuwenden, wenn dunkle Gedanken am Horizont dräuen und man sich dringend ablenken muss): Eine Wiese, im Frühsommer an einem Berghang. Lauter schöne Blümchen. Gelbe, lilane, rosane, rote, blaue. Glockenblumen, Butterblumen, fremde Blumen. Ssssmmmmm macht die dicke Biene, Raschelpopaschel macht das Gras. Ich schaue in den Himmel und schaue den Wolken beim Vorbeiziehen zu. Dabei werden meine Arme ganz schwer und meine Beine auch. Ruhig, ruhig, chrrrr, chrr, Augen zu und schlafen. Strategie 2 (Anzuwenden, wenn mir einfach langweilig ist, bis der Schlaf kommt): Ich überlege, was ich am Wochenende unternehme. Erst mal aufwachen, dann noch mal umdrehen, dann aufstehen, dann Frühstück mit Käse, Wurst und Ei. Ein Glas Saft, eine Tasse Kaffee, riecht gut! Zeitung 1 und Zeitung 2 lesen. Dann Geschirr weg tun, dann Duschen, anziehen. Aber was? Ah ja! Diese Hose, dieses T-Shirt. Dann Einkaufszettel schreiben. Dann Leergut zusammen sammeln und in die Tasche stecken. Und so weiter und so fort. Strategie 3 (Anzuwenden, wenn die dunklen Gedanken sich nicht wegschieben lassen): „Probleme, die sich tagsüber nicht lösen lassen, lassen sich auch um drei Uhr nachts nicht lösen. Probleme, die sich tagsüber nicht lösen lassen, lassen sich auch nicht um drei Uhr nachts lösen. Probleme, ……“ Und was überlegst du dir so, wenn das Licht schon aus ist? Wie lange tolerierst du deine Einschlafschwierigkeiten? Stehst du auf, wenn du einfach nicht schlafen kannst? Sind deine Gedanken nachts anders, als tagsüber?

Text: penni-dreyer - Bild: ap

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