Eine Latte ohne alles, bitte! Der Ticker über deine Kaffee-Vorlieben

Oft genug ist es das Einzige, was man in den ersten Stunden denken kann. Deshalb geht's heute mal den ganzen Tag um Espresso, Mokka, Krönung und Macciato.
max-scharnigg
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Illustration: Julia Schubert

Mit Kaffee ist es wie mit IKEA – jeder hat seine feinziselierte Meinung dazu und man kann problemlos eine Stunde mit dem Austausch der diverseren Meinungen zubringen. Das geschieht auch regelmäßig, schließlich bedeutet eine Tasse Kaffee in Gesellschaft nichts anderes als: jetzt darf geplappert werden und warum nicht über das, was vor einem dampft. Das wollen wir in diesem gutriechenden Ticker auch tun. Also, in der jetzt.de-Redaktion zum Beispiel sieht die Kaffeesituation so aus. Zur Verfügung stehen jeden Morgen: 1. Eine normale Brüh-Kaffeemaschine Vorteil: Sie macht den knallharten Rieseneimer schwarzen Bitterkaffees, den man an manchen Tagen so dringend braucht. Riecht außerdem gut. Nachteil: Erfordert Mitarbeit, dauert etwas länger und an normalen Tagen erscheint diese dunkle Plörre oft genug als untrinkbare Essenz, irgendwo zwischen Abbeize und Wasserfarben-Auswaschglas 2. Eine Senseo-Maschine der ersten Generation Vorteil: Macht schnell was Warmes in die Tasse und angenehme Geräusche dabei. Nachteil: Das was da in der Tasse ist, hat nur wenig mit Kaffee und noch weniger mit Genuss zu tun. Es wirkt eher wie Tee, der gerne Kaffee wäre und schmeckt nach Pfütze. 3. Der Kaffeeautomat auf dem Flur Vorteil: Geht schnell, bietet allerlei Variationen, sogar so eine Art Espresso. Nachteil: Schmeckt nur manchmal gut, kostet 60 Cent, macht auf alles Milchpulver-Milch drauf und ist gelegentlich kaputt. Außerdem vergisst man immer, eine Tasse mitzunehmen 4. Die Espressomaschine vom SZ-Magazin Vorteil: Schmeckt richtig gut. Nachteil: Ist so ein Vollautomat mit integrierter Mühle, folglich hat man immer Angst, das Ding würde kaputt gehen während man daran rumdrückt. Außerdem fehlen immer Espressobohnen. Oder es steht was von „Bitte Reinigen“ im Display. Oder es macht schlimme Geräusche und unten kommt nix raus. 5. Die Cafeteria im Erdgeschoß Vorteil: Guter Espresso aus einer professionellen Maschine. Nachteil: Der Espresso ist so elegant mild, dass man an Katertagen auch einen Triple trinken kann, ohne was davon zu merken. Kostet am meisten. Ist kalt, bis man an seinem Schreibtisch sitzt, ist aber heiß, wenn man ihn aus Versehen im Aufzug verschüttet. Zwischen diesen Optionen muss man sich bei uns also jeden Morgen entscheiden. Wofür entscheidest du dich in Sachen Kaffee? Welche Variationen, welche Zubereitung, welche Bohnen, welche Coffee-Shops? Was hasst du bei der Kaffeekultur und ohne was könntest du gar nicht mehr? Was ist anderswo besser? Oder gehörst du zu den drei Menschen, die nie Kaffee trinken?

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