Frühling. Und du so?

Wandern oder Wollpulli entsorgen? Was machst du mit diesen ersten warmen Tagen?
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Illustration: Julia Schubert

Die Blumen werden billiger Die Mädchen werden williger Es stinkt von den Aborten Kurz: Frühling allerorten (J.W. Goethe) Nach langem Kampf ist gestern München gefallen. Bis in den Nachmittag hielt sich noch ein kalter Hochnebel und bildete die letzte Nachhut eines Winters, der auch Eisbären und Heizungsbauern Respekt abtrotzte. Aber bereits am Morgen sah man allerorten Menschen in wunderbar leichten Übergangsjacken, die Kinder pfefferten ihre abgetragenen Mützen aus den Kinderwagen und die Vögel legen dazu konstanten Zwitscher-Sound auf. Der Frühling, den die Wetterberichte wie unter Zwang schon zwei Tage früher ansagten, kam dann aber doch erst gegen halb vier, mit einem zaghaften Blaufleck am Himmel und einem Windchen, das direkt vom Gardasee zu wehen schien. Es hätte nicht viel gefehlt, und die Leute hätten auf den Straßen angefangen zu tanzen. Schließlich hatte der SmallTalk seit Wochen kein anderes Thema mehr als die Frage, wann das Jahr nun endlich richtig losgeht. Bis dahin wurden Pläne geschmiedet, Fahrräder geschmiert, Grills in Position gebracht und Fenster geputzt. Jetzt also ist er da, der Frühling - und was jetzt? Auf was freust du dich jetzt am meisten? Was konntest du echt nicht mehr ertragen? Was bedeutet für dich Frühling, welche Ereignisse verbindest du damit? Und kennst du vielleicht ein besseres Frühlingsgedicht?

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