Guttenbergst Du noch oder wulffst Du schon?

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Christian Wulff muss nach der Kredit-Affäre und dem Droh-Anruf bei Bild-Chef Kai Diekmann gerade viel Spott ertragen. Der WDR5-Moderator Max von Malotki ist mit seinem Fake-Anruf mit der imitierten Stimme von Christian Wulff gerade der Hit auf Facebook. Das Satiremagazin Titanic hat eine Postkarte mit einem Foto Wulffs und einer Schlagzeile in Bild-Optik entworfen: „Dieser Milchbubi ist der Bild-Erpresser“. Stern Online hat eine Facebook-Seite von Christian Wulff erstellt, mit Einträgen wie: „Meine persönliche Erklärung war ein voller Erfolg. Ihr hättet die Gesichter der Leute sehen sollen, als ich gesagt habe: ‚Wir werden auch 2012 weiterhin gut zusammenarbeiten’, hehe“.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Nach "Guttenbergen" wird jetzt "Wulffen" in unserem Wortschatz etabliert.

Nun hat das Netzpublikum mit „Wulffen“ sogar ein Verb geschaffen, dass das Verhalten des Bundespräsidenten beschreiben soll. Das Zeit Magazin postete auf seiner Facebook-Seite „Wulffen“, was so viel bedeutet wie jemandem wütend auf die Handy-Mailbox reden. Seitdem verbreitet sich der neue Begriff rasant im Netz. Vielleicht ergeht es der Wortneuschöpfung ja wie dem „Guttenbergen“. Schon im vergangenen Jahr hat sich das Wort als Synonym für Abschreiben etabliert und landete sogar an dritter Stelle beim Wettbewerb „Jugendwort des Jahres 2011“.

Wir finden, da steckt noch viel Potenzial dahinter, warum nicht aus allen markanten Politikern ein Verb machen? Merkeln, westerwellen, aignern – Jetzt seid ihr dran! Welche Politikernamen lassen sich noch als Verben verwenden?

Text: kathrin-hollmer - Foto: dpa / afp

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