Haustiere ins Netz gegangen

Bald soll es ein soziales Netzwerk nur für Tiere geben. Ist das nicht ein bisschen übertrieben?
christian-helten
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Illustration: Julia Schubert



Der Zug der sozialen Netzwerke ist ein schneller, und wer ein moderner Unternehmer ist, der weiß, dass dieser Zug ohne Zwischenstopp in Richtung Erfolg fährt. Deshalb wollen sie alle mitfahren und springen auf den Zug auf. Man muss dabei sein in diesen Netzwerken, oder am besten gleich selbst eines besitzen.

Die Mediengruppe Klambt, zu der unter anderem Zeitschriften wie Grazia und Frau mit Herz gehören, macht sich jetzt ebenfalls zum Sprung auf den Zug bereit. Im Gepäck hat sie jede Menge Haustiere. Die Klambt-Manager haben gesehen, dass längst nicht mehr nur Menschen im Netz mit Profilen vertreten sind, sondern auch ihre Haustiere. Das Kaninchen ist bei Facebook, genauso wie der Hundewelpe, der treudoof aus seinem Profilfoto blickt und mit dem Kanarienvogel Sammy befreundet ist. Bald wird die Gemeinde der in sozialen Netzwerken aktiven Tiere sich also nicht mehr auf ein paar Viecher bei facebook beschränken. Denn die Mediengruppe Klambt hat angekündigt, ihnen eine ganz eigene Plattform zu basteln.

Mysocialpetwork heißt die Seite, und Lars Joachim Rose, Verleger und geschäftsführender Gesellschafter der Mediengruppe Klambt, zeigte sich der FAZ gegenüber davon überzeugt, dass die Idee die „Generation Facebook unter den Tierliebhabern“ begeistern werde.   Die Tiere – beziehungsweise ihre Herrchen und Frauchen – können dort dann Videos hochladen und Fotos posten.

Muss das sein? Ist das nicht langsam ein bisschen übertrieben? Oder sagst Du: Kralle hoch für Tier-Netzwerke?

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