HBO & Co. - auch schon süchtig?

In hiesigen Büroküchen und Mensaschlangen gibt es einen neuen Smalltalk-Schwerpunkt, der gerne mit Sätzen wie.
max-scharnigg

In hiesigen Büroküchen und Mensaschlangen gibt es einen neuen Smalltalk-Schwerpunkt, der gerne mit Sätzen wie. „Ich habe am Wochenende die zweite Staffel von „Deadwood“ durchgeknallt“ eingeleitet wird, oder „Kannst du mir jetzt endlich mal „Lost“ leihen, ich hab’ die nächste Woche nichts vor“. Es ist kein Geheimnis mehr, dass gute Serien mit epischer Entwicklung jeden Kinofilm an Tiefgang und erzählender Breite übertreffen – kein Wunder: bei 50- 90 Stunden Laufzeit, werden auch Nebencharaktere so vertraut wie Mitbewohner.

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Illustration: Julia Schubert

Durch die überall verfügbaren DVD-Boxen hat sich das Serien-Schau-Verhalten geändert. Man muss nicht immer bis Donnerstagabend warten, sondern kann seine Sucht gleich mit großen Dosen und ohne Werbepause befriedigen und das ist, allen Spöttern zum Trotz, kein ganz schlechter Zeitvertreib. Marktführer der klugen, unterhaltenden Serien, in denen man sich verliert und eintaucht, ist der US-amerikanische Bezahlsender HBO, der irgendwann in den 90er-Jahren entschied, statt schlecht gemachte Vorabendserien zu kaufen, selber bessere zu produzieren. Dank hervorragender Drehbuchteams und glänzenden, meist unbekannten Schauspielern, gelingt HBO seitdem ein Coup nach dem andern. Mit „Sex & The City“, „Six Feet Under“, „The Sopranos“ und einem weitere Dutzend Serien sorgt HBO für Begeisterung bei den Kritikern und Abhängigkeit beim Publikum.

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Illustration: Julia Schubert

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Illustration: Julia Schubert

Wie sieht dein Serien-Konto aus? Welche Serie hast du gewissenhaft verfolgt, in welcher Staffel befindest du dich, welche DVD-Box brauchst du unbedingt, welche Serie kannst du empfehlen? Oder ist dir „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ immer noch das Liebste?

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