Hört bei Geld die Freundschaft auf?

Die einen laufen jedem Euro hinterher, die anderen geben gerne mal ein Bier aus oder verleihen größere Summen. Wie spendabel bist du, wenn es um deine Freunde geht?
mariel-mclaughlin

Wenn meine Freunde und ich ein Bier trinken gehen, ist eigentlich immer eine Person dabei, die gerade zu wenig Geld hat. Dann strecke ich oder ein anderer es vor, obwohl jeder weiß, dass es beide Parteien spätestens bis zum nächsten Treffen vergessen haben werden.  

Illustration: Julia Schubert

Hast du Spendierhosen an oder bist du ein Pleitegeier - und welche Rolle spielt das in deinem Freundeskreis?

Gerade wird eine App entwickelt, die das Schulden-Dilemma in Freundeskreisen beseitigen soll. Vergangenen Donnerstag startete das Crowdfunding des Unternehmens Lendstar. Die Münchner haben eine App erfunden, die es möglich macht, sich über das Internet Geld von Freunden und Verwandten zu leihen, anstatt einen Kredit bei der Bank aufzunehmen. Die Gründer wollen so das lästige Hin-und-Hertauschen von Bargeld beenden und auch das Vergessen von  Schulden soll Geschichte sein. Die App erinnert die Geldnehmer nämlich auch daran, den Betrag zu begleichen. Durch dieses Programm  sollen Leute, denen eine Bank keinen Kredit gibt, eine Chance haben, sich Geld zu leihen. Und den „Geldeintreibern“ soll das unangenehme Nachfragen erspart werden.  

Wie ist das bei dir? Trommelst du Freunde zusammen, um dir Geld zu leihen? Oder pflegst du finanzielle Beziehungen lieber nur mit der Bank? Wie ist dein Verhältnis zu Geld und Freunden? Bis zu welchem Betrag lässt du es noch unter den Tisch fallen, und ab wann erinnerst du den Schuldner daran? 

Text: mariel-mclaughlin - Foto: AllzweckJack / photocase.com

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