Home-Office ade: Der Büro-Ticker

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Die Lichtgestalt des Silicon Valley, Marissa Mayer, die als Chefin von Yahoo den lahmen Konzern wieder nach vorne bringen soll, hat in den letzten Tagen für einiges Aufsehen gesorgt: Per Rundmail hat sie all ihre Mitarbeiter beordert, bis spätestens Juni diesen Jahres aus dem Home Office zurück in den Yahoo-Schoß zu kehren. Mayer ging selbstverständlich mit bestem Beispiel voran. Nachdem sie im Herbst Zwillinge zur Welt gebracht hatte, war sie nach zwei Wochen wieder im Büro.

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Illustration: Julia Schubert



Trotzdem sorgt ihre Rundmail für einigen Unmut bei den Mitarbeitern, die die letzten Jahre ihre Arbeit von Zuhause aus erledigt haben. Mayer begründet diese Maßnahme mit durchaus nachvollziehbaren Gründen: Von vielen ihrer heimarbeitenden Mitarbeitern wüsste niemand mehr so recht, was die den ganzen Tag arbeiten. Bei Yahoo zu arbeiten, sei nicht einfach nur ein Job, den man von Tag zu Tag erledige, es gehe vielmehr um eine Zusammenarbeit, die nur in den Büros möglich sein.  

Aber auch wenn man die Gründe Mayers für die Maßnahme nachvollziehen kann, erscheint diese ein wenig anachronistisch. Durch die technischen Entwicklungen ist man doch mittlerweile dazu in der Lage, von überall auf der Welt seine Arbeit zu erledigen, solange man nicht direkt an einem anderen Menschen oder mit den Händen herumwerkeln muss (als Arzt, Friseur, Installateur oder Masseur). Und gelten nicht Cafés, Strände und das Bett als die neuen Horte der Kreativität?  

Wie würde dein ideales Arbeitsumfeld aussehen? Kannst du dir vorstellen, einen Job nur von Zuhause aus zu erledigen und ausschließlich per Internet und Skype mit deinen Kollegen verbunden zu sein? Oder denkst du, dass du den direkten Kontakt mit deinen Kollegen und Vorgesetzten brauchst, um effektiv arbeiten zu können? Welchem Arbeitsmodell gehört deiner Meinung nach die Zukunft?        



Text: christina-waechter - Foto: testfight / photocase.com

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