Ich in der Masse: Der Mitmach-Ticker

Selbst solche Einsiedler-Krebse wie wir Ober-Individualisten mit Internetanschluss machen manchmal irgendwo mit - sei es beim Kirchentag oder beim Betriebsausflug. Kannst du dich in der Masse wohlfühlen?
penni-dreyer
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Illustration: Julia Schubert

Ich bin der am Rand, ungefähr in der Mitte mit der Mütze auf... Es muss schon einiges passieren, bis sich Menschen unserer Generationenklasse dazu durchringen können, Teil einer Masse zu werden. (Mal abgesehen vom Internet, denn da fühlen wir uns in einer riesigen Masse von Menschen sehr heimelig und aufgehoben.) Demonstrieren gehen wir nur, wenn es sich online nicht erledigen lässt. Und aus lauter Begeisterung haben wir uns schon seit den Bundesjugendspielen nicht mehr in Rudeln bewegt. Und wenn wir uns dann einreihen in die Masse, dann fühlen wir uns erst einmal dumm - so lange, bis wir die Vorteile der Masse erkannt haben: Anonymität, Wucht, und ein völlig ungerechtfertigtes Gefühl der Überlegenheit gegenüber Einzelnen. Wann warst du zuletzt Teil einer Masse? Und wie hast du dich dabei gefühlt?

Text: penni-dreyer - Bild: dpa

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