"Ich will mal zwei Wochen keinen Alkohol trinken."

Mit diesem Tag geht das große Verzichten wieder los. Machst du mit beim Entgiften und Entschlacken? Ein Fastenticker vom Tastenficker.
max-scharnigg
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Illustration: Julia Schubert


Allzeit breit war gestern, heute ist Aschermittwoch und an dem ist traditionell Schluss mit Frohsinn. Für strenge Katholiken beginnt jetzt die Fastenzeit bis Ostern. Für nicht ganz so strenge Katholiken beginnt die Zeit, in der sie darüber reden, dass sie eigentlich mal gerne fasten wollen oder sich zumindest dies und jenes verkneifen. Und für allen anderen kommt immerhin der Frühling und mit ihm eine Jahresphase, in der man es gerne der Natur nachtun möchte und ein bisschen frischer, blühender und gesünder werden. Die einen steigen wieder in ihr Sportprogramm ein, die anderen ölen ihr Fahrrad und nicht wenige machen neuerdings Detox, weil das so modern klingt.

Wie der Name andeutet, geht es dabei ums „Entgiften“ – eine urbane Beschäftigung, die schon seit Längerem am Rande unserer Wahrnehmung herumgeistert. Entgifter gehen davon aus, dass sich der Körper entschlacken lässt, wenn wir ihm dieses oder jenes eine Zeitlang nicht zumuten. Kein Kaffee und kein Alkohol, vier Wochen kein Fleisch und keine Zigaretten, fertig ist der Durchschnitts-Detox-Plan. Klar, Verzicht schadet bestimmt nicht, aber kann man sich wirklich entschlacken? Werden Niere und Leber wieder jungfräulich, wenn wir ihnen eine friedliche Auszeit geben? Sammeln sich in unserem Körper beim Kaffeetrinken Giftstoffe? Andere entschlacken ja angeblich sogar schon bei einem Nachmittag in der Sauna. Was sagst du als Stammtisch-Mediziner dazu? Und welche Erfahrung hast du mit Fasten, Weglassen, Aufhören, FDH, Entschlacken?



Text: max-scharnigg - Foto: dpa

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