„Im Märzen der Bauer...“ – was hast du im Musikunterricht gelernt?

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Der Musikunterricht an den Berliner Schulen ist in den letzten Jahren zum Teil auf nur noch eine Stunde pro Woche eingedampft worden. Berliner Intendanten und Dirigenten fordern jetzt in einem offenen Brief an den Bildungssenator Jürgen Zöllner mindestens eineinhalb Stunden Musikunterricht pro Woche. Sie befürchten nämlich, dass sonst kulturelle Traditionen verlorengehen könnten und das Allgemeinwissen beschränkt wird.

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Illustration: Julia Schubert

Musikstunde an einer Hamburger Grundschule. Bild: dpa Ich zehre immer noch von meinem Musikunterricht! In besonders guter Erinnerung habe ich die Musikstunden in der Grundschule. Mein Klassenlehrer stellte zwischen Heimat- und Sachkunde und Rechnen schnell ein altes Keyboard auf sein Pult und wir kramten die Noten aus den Schultaschen. Wobei die Bezeichnung „Noten“ stark übertrieben ist: Wir hatten nur die Texte, in Drittklässler-Schreibschrift auf Umweltschutzpapier. Bis heute kann ich erstaunlich viele dieser Lieder noch auswendig. Zum Beispiel mein Lieblingslied „Wannst in Himmi“. Das ist eine Art Packliste der Dinge, die man auf jeden Fall einstecken muss, wenn man in den Himmel kommen will: „Wannst in Himmi - sagt er - wuist kemma - sagt er muaßt an Krapfen - sagt er - mitnehma - sagt er denn in Himmi - sagt er - nauf is weit - sagt er gibt’s koa Wirtshaus - sagt er - weit und breit!" Ich habe mich oft gefragt, wer das denn eigentlich ist, dieser „er“, der alles über den Himmel weiß. Rausgefunden habe ich es nicht. Aber trotzdem vermittelte „er“ mir das Gefühl, gut vorbereitet zu sein auf die Himmelfahrt. Welche Erinnerungen habt ihr an den Musikunterricht in der Schule? War Musik euer Lieblingsfach oder hättet ihr es gerne vom Stundenplan gestrichen? Was habt ihr mitgenommen aus dem Musikunterricht in der Schule?

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