In welchem Museum warst du zuletzt?

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Ein Museum ist ein Ort des Lernens. Wenn man rauskommt, weiß man im Idealfall mehr als noch ein paar Stunden zuvor, als man hineingegangen ist. – Sei es nun, wie Schokolade hergestellt wird, wie sich die Luftfahrt im Laufe der Jahre gewandelt hat oder wie die Azteken lebten.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Die Hasenschule im früheren Osterhasenmuseum in München

Ein Museum ist also meist auch ein Ort der Geschichte und irgendwie auch der Ernsthaftigkeit. Das soll nicht heißen, dass es in Museen keine witzigen Ausstellungen oder aufsehenerregenden Exponate geben soll. Aber mittlerweile scheint doch beinahe jedes Phänomen, jede Bewegung und jedes Produkt ein eigenes Museum zu bekommen.  

Das „Zentrum für Außergewöhnliche Museen“ in München vereinte bis zum Tod seines Besitzers im Jahr 2005 gleich sieben eher untypische Museen: das Tretauto-Museum, das Nachttopf-Museum, das Bourdalou-Museum (ein Bourdalou war das „Töpfchen“ für die Frau des 18. und 19. Jahrhunderts), das Osterhasen-Museum, das Schutzengel-Museum, das Parfumfläschchen-Museum und das Sissy-Museum.

Im Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen am Rhein gibt es nun sogar eine Ausstellung mit dem Namen „I love Aldi“, in der es um „ästhetische Fragen zum Erscheinungsbild der Discounter“ geht. In einem „vielfältigen Ausstellungs-Parcours“, wie es heißt, entfalten sich die „fünf Kapitel“ Verpackung, Inhalt, Konsum, Kunst und Gesellschaft.

Für wie sinnvoll hältst du es, jeder Erscheinung ihr eigenes Museum zu widmen? Bevorzugst du die ernsthaften Museen, in denen man etwas lernt, guckst du dich auch gerne in Quatsch-Museen mit außergewöhnlichen Ausstellungsstücken um oder sind Museen überhaupt nichts für dich? In welchem Museum warst du zuletzt?

Text: dorothee-klee - Foto: dpa

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