Ist Politikersein der anstrengendste Job der Welt?

Horst Seehofer sagt, dass sich die Politiker mit "übermenschlichen Terminfolgen" abplagen müssen. Ist das der Grund, warum so wenige ihr Glück als Berufspolitiker versuchen?
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Illustration: Julia Schubert



In der Zeitung "Bild am Sonntag" sprach der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer am Wochenende unter anderem darüber, ob es immer schwieriger werde, Politiker für einen Job als Minister zu begeistern. Er sagte: "Wir haben es hier auf jeden Fall mit einem dicken Problem zu tun. Als Politiker müssen wir uns deshalb die Frage stellen, ob diese zeitliche Belastung wirklich so notwendig ist und von der Bevölkerung tatsächlich erwartet wird. Wir dürfen nicht vergessen: Politiker haben die ganze Woche über bis in die Nacht Termine und am Wochenende geht es im Wahlkreis weiter. Diese fast übermenschliche Terminfolge muss verringert werden. Aber das liegt an uns selbst, wir haben das in der Hand." Es deutet viel darauf hin, dass man sich in der Politik nur selten zurücklehnen kann, um in aller Ruhe die bestmögliche Politik zu machen. Vor allem in der Spitzenpolitik erleben die Menschen eine geradezu irre Taktung ihrer Tage, wie man unter anderem in diesem Text aus dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" sehr nachvollziehbar nachlesen kann. Hinzu kommt, dass Spitzenpolitiker, anders als Manager, fast täglich von Medien bei ihren Handlungen beobachtet werden. Zusammengenommen kann man sich die Frage stellen: Ist Politikersein vielleicht der anstrengendste Job, den es gibt? Würdest du gerne Politiker werden?


Text: yvonne-gamringer - Foto: dpa

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