Jung. Dynamisch. Sympathisch?

Drei Unter-40-Jährige haben in der FDP wichtige Ämter inne. Findest du das gut oder sind dir junge Politiker suspekt?
mira-kleine

Die Personaldebatten in der FDP sind endlich zu Ende: Philipp Rösler, 38, wechselt vom Gesundheitsministerium ins Wirtschaftsministerium. Sein Nachfolger wird der 34-jährige Daniel Bahr. Und Christian Lindner, 32, bleibt weiterhin Generalsekretär. Die drei senken den Altersdurchschnitt im Bundestag wahrscheinlich um einige Jahre, dabei mischen sie nicht erst seit gestern in der Politik mit.  

Die Newcomer der FDP bezeichnen sich selbst als „94er-Generation“ wie die SZ schreibt. Sie sind eine Gruppe Liberaler, die es im Bundestagswahlkampf 1994 als eine Demütigung empfand, an den Wahlkampfständen mit dem Slogan zu stehen: „FDP wählen, damit Kohl Kanzler bleibt.“ Daniel Bahr zum Beispiel trat mit 14 den Jungen Liberalen bei. Mit 16 wurde er Mitglied der FDP. Auf seiner Homepage schreibt Bahr über seine damalige Motivation und Faszination für Politik:  "Mich hat das Gesellschaftsmodell der Liberalen mit ihren Werten von Freiheit und Toleranz begeistert und nicht mehr losgelassen."

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Illustration: Julia Schubert


Bahr, Rösler und Brüderle (letzterer ist nicht mehr ganz so jung...)
Eigentlich ist es doch begrüßenswert, dass endlich auch jüngere Leute wichtige, politische Entscheidungen treffen. Nur fragt man sich: Hatten Bahr und Co mitten in der Pubertät nicht anderes im Kopf? Partys, die erste Liebe oder den neuen Kinofilm?   

Was hältst Du von jungen Politikern in Spitzenpositionen? Findest du es gut, dass der Bundestag nicht nur aus Leuten im Alter deiner Großeltern besteht? Oder sind diese karrierebewussten Nachwuchspolitiker die Streber, die Du schon in der Schule nicht ausstehen konntest?

Text: mira-kleine - Foto: dpa

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