Multitasking auf dem Laufband

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In Filmen passiert der Wendepunkt der Handlung oft beim Sport: Da steht sie oder er gerade auf einem Laufband und duelliert sich mit sich selbst - und dann flimmert die Nachricht schlechthin über den Bildschirm. Rücktritt eines bekannten Politikers, der Ex höchstpersönlich gibt ein Interview, eine öffentliche Liebeserklärung, sowas.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Rennen die noch - oder gucken sie nur die Hochzeit von William und Kate?

Menschen in Fitnessstudios, aber auch beim Joggen oder Radfahren lassen sich gern ablenken. Sie hören mit dem MP3-Player Musik, glotzen auf den Flatscreen an der Wand oder telefonieren per Freisprechanlage. In ihrer Wirkung unterscheiden sich diese Nebentätigkeiten freilich stark: "Eye Of The Tiger" auf voller Lautstärke feuert zu Höchstleistungen im Sinne von Rocky Balboa an, während eine gemütliche TV-Kochshow eher den gegenteiligen Effekt hat.

Ein Sonderfall sind Menschen, die Sport eigentlich nur als Vorwand nutzen, um Kaffeekränzchen zu halten. Zum Beispiel Freundinnen, die gemeinsam schwimmen gehen und dann zwei Bahnen belegen, um sich in gemütlichem Tempo unterhalten zu können. Sportliche Ambitionen sind bei dieser Form der Ablenkung eher zweitranging.

Wie hälst du es mit der Sportlichkeit? Brauchst du parallele Reize wie Musik, um erst richtig in Fahrt zu kommen? Auf welche Musikrichtung schwörst du? Bist du beim Sport eher der Typ Schweigemönch oder ist der Besuch im Fitnessstudio für dich gar vor allem ein Vorwand, um ungestört RTL II gucken zu können?


Text: friederike-vonhelden - Bild: dpa

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