Sprichst du Englisch oder Globish?

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Englisch ist die Weltsprache Nummer Eins. Aber nicht immer wird das feine und reine Englisch gesprochen, wenn sich Touristen durch die Welt bewegen. Der Globetrotter Jean-Paul Nerrière, lange Zeit Vizepräsident von IBM, und David Hon, der als Englischlehrer in Asien und Südafrika unterrichtete, haben dem rudimentären Englisch, das viele Reisende verwenden, einen anderen Namen gegeben. Sie sprechen von "Globish". So soll künftig eine auf das absolut Notwendigste runtergedampfte Version der Englischen Sprache genannt werden. Sozusagen die "Coke Zero" unter den Sprachen. Less is more. 

Der Grundwortschatz von Globish beinhaltet nämlich nur rund 1.500 Wörter. Im Oxford English Dictionary dagegen finden sich 615.000 Wörter. Merkmale der konstruierten Verkehrssprache "Globish" sind: eine stark vereinfachte Grammatik, keine Wortspiele, keine Redewendungen, keine Sprachbilder oder ironische Formulierungen. 

"Globish ist eine definierte Teilmenge der englischen Sprache. Es ist kein gebrochenes Englisch. Es ist eine andere Version der englischen Sprache. Auf der Grundlage von Globish sind alle Menschen im Bezug auf ihre Sprache gleich. Durch den begrenzten Umfang kann jeder dieselben englischen Wörter lernen und die Menschen können sich dann gegenseitig verstehen", erklärt Nerrière.

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Illustration: Julia Schubert

Das Buch GLOBISH - Die neue Weltsprache ist bei Langenscheidt erschienen.

Globish ist also ein Englisch, das sich von seinem anglo-amerikanischen Einfluss emanzipiert hat. Ein neues globales Phänomen, das sich zwischen den Lippen der koreanischen Stewardess und dem Ohrläppchen des brasilianischen Geschäftsmannes bewegt.

Wieviel Englisch brauchen wir wirklich? Haben dir deine Englisch-Lehrer zuviel beigebracht? Was waren die lustigsten Missverständnisse zwischen dir und anderen Non-Native-Speakern? Kommt man mit dem Trottel-Englisch im Zweifel doch weiter? 

GLOBISH - Die neue Weltsprache, Langenscheidt Verlag, Jean-Paul Nerrière / David Hon, ISBN 978-3-468-73827-2

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