Sterben wir wegen der Glotze früher?

Wer regelmäßig vor dem Fernseher sitzt, stirbt früher. So steht es in einer neuen Studie. Gibst du etwas auf solche Erkenntnisse?
julia-siedelhofer
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Illustration: Julia Schubert



Im British Journal of Sports Medicine findet sich ein Artikel, der allen Fernsehjunkies das Blut in den Adern gefrieren lassen dürfte. Allein eine Stunde Fernsehen pro Tag soll die Lebenserwartung angeblich um 22 Minuten verkürzen. Das heißt: Ein Mensch, der pro Tag sechs Stunden vor dem Fernseher verbringt (DVDs schauen und auf der Spielkonsole zocken zählen auch dazu), stirbt im Durchschnitt fünf Jahre früher als die nicht TV-Süchtigen. Damit hat das Fernsehen jetzt wohl das Rauchen eingeholt: Eine Zigarette kostet im Durchschnitt etwa zwölf Minuten Lebenszeit. Nur: Warum ist Fernsehen so unglaublich schlecht für die Menschen? Die Antwort ist ziemlich simpel: Weil wir beim Fernsehen meistens nur auf der Couch rumgammeln und im schlimmsten Fall noch Fastfood in uns reinstopfen. Dass schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung nicht gerade lebensverlängernd sind, ist ja nun wahrlich nichts Neues. Das Ergebnis dieser Studie liegt also in der Natur der Sache: Menschen, die täglich mehrere Stunden vor dem Fernseher sitzen, bewegen sich tendenziell weniger und essen eher ungesünder. Viel Fernsehschauen an sich ist nicht so schlimm, schlimm ist der damit verbundene Lebensstil.

Aha.

Wer nun wieder ein paar Jahre zurück möchte, dem empfehlen wir ein bisschen Bewegung. Eine andere Studie ergibt nämlich, dass 15 Minuten Bewegung am Tag das Leben bis zu drei Jahre verlängern.  

Sag ehrlich: Hast du schon mal aufgrund einer solchen Studie dein Leben geändert?




Text: julia-siedelhofer - Foto: ka di/photocase.com

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