Tagesticker: Auf welchen Eselsbrücken läufst du durchs Leben?

"Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten" und "Welcher Sportler liegt bis neun im Bett": Was merkt man sich mit diesen Sätzen?
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Welt: Sehr verschiedenartig. Bildung: Viel. Muss man sich alles merken. Aber wie? Das Hirn ist ein alter Vernetzer und verlangt nach Bildern und Hilfen und Assoziationstralala, sagen die Forscher, die im Hirn zuhause sind. Kein Wunder, dass es Eselsbrücken gibt, die viele von uns verinnerlicht haben und die ihnen überhaupt erst den Zugang zur Welt verschafft haben. Ein paar Beispiele aus der jetzt.de-Redaktion:

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Illustration: Julia Schubert

Ah! Drei weiße Esel. Wenn die sich eng nebeneinander stellen, gibt das eine feine Brücke. Peter Wagner Ich selbst zähle jeden Abend vor dem Zubettgehen die Planeten unseres Sonnensystems durch, nur zur Sicherheit, ist eine Macke. Dabei ist mir der Aussagesatz "Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unsere neun Planeten" eine große Hilfe. Der Satz verrät mir die Nähe der Planeten zum Sonnenystem und mit der Abfolge Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto auch die Reihenfolge, so wie man sie sich wünscht. Christina Waechter Die Kollegin zückt beim Denken an Eselsbrücken ihre beiden Fäuste und hält die Fingerknöchel ins Rampenlicht, um dann beim kleinen Finger der linken Hand beginnend die Monate des Jahres durchzuzählen. In den Senken zwischen zwei Knöcheln tauchen so immer die Monate mit weniger als 31 Tagen auf. Auch nicht schlecht. Andreas Glas und Max Scharnigg Die beiden Herren finden den Weg in die Redaktionsräume eigentlich nur, weil sie morgens beim Zähneputzen einmal kräftig ihre Köpfe schütteln und mit dem Satz "Nie ohne Seife waschen" die im Uhrzeigersinn verlaufende Abfolge der Himmelsrichtungen neu sortieren. Welche Eselsbrücken kennst du? Hast du Ideen für neue? Der Satz "Nie ohne Seife waschen" wirkt schließlich auch so, als sei zum Behufe der Bestimmung der Himmelsrichtungen der erste daherlaufende Eselsbrückenbewerber in die Dienste genommen worden.

Text: peter-wagner - Foto: dpa

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