Tagesticker: Was hältst du von Partnerbörsen im Internet?

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Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat sie mal die Sehnsuchtsmaschinen genannt: Singlebörsen wie neu.de, parship.de oder ilove.de. Im Grunde, heißt es, werde es immer normaler, dort nach einem Partner zu suchen, vielleicht auch nach einem Partner suchen zu lassen. Der Medientheoretiker Marco Ries hat gemeinsam mit Kollegen das Buch dating.21: Liebesorganisation und Verabredungskulturen geschrieben und folgenden Satz notiert: Je größer und unübersichtlicher das Kollektiv, die Welt, je anonymer und partikularisierter der Einzelne, umso mehr bedarf es Techniken der Sichtbarmachung des Anderen. Will meinen: Weil die Welt so unübersichtlich ist, hilft zwecks Übersichtlichmachen und Verpartnerung nur noch eines: Ein Profil bei neu.de anlegen.

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Illustration: Julia Schubert

Hier sehen wir Liebe offline im Film "Seitensprünge in New York". Wir reden aber über Liebe online. Ist die denn auch noch romantisch? Für den einen ist die Online-Suche nach der Liebe der direkte Weg ins Glück, traut man den verschiedensten Erfolgsberichten. Andere wurden durch die Suche erst so richtig kuriert, weil sich in geballter Zahl im Mailaccount die Abgründe auftaten, zu denen das andere Geschlecht fähig sein kann (anonym lässt es sich eben leichter beleidigen oder gerade angefangene Turteleien beenden). Was hältst du von Partnerbörsen online? Schon mal angemeldet, wenn auch nur spaßeshalber? Kennst du Freunde, die Erfahrungen damit haben? Hat es in deinen Augen eigentlich ein "Gschmäckle", wenn jemand sich dort anmeldet? Im Sinne von: Na, da hat es wohl in echt nicht geklappt? Und wie steht es eigentlich um die Partnerbörsigkeit von jetzt.de? Reden wir über das Verlieben online.

Text: yvonne-gamringer - Foto: ap

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