Totaler Blackout – wann ist dir das zum letzten Mal passiert?

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Das Hirn funktioniert nicht wie eine Moulinette. Bei der weiß man, dass die Sachen, die man reingeworfen hat am Ende auch noch drin sind. Wenngleich in veränderter Form. Für das menschliche Gehirn hingegen lässt sich eine Analogie nur bis zu einem gewissen Bestimmtheitsgrad formulieren. Es funktioniert manchmal nicht so richtig. Viele Menschen, die Wochen, ja Jahre ihres Lebens hingegeben haben, um allerlei wichtige Dinge in ihren Kopf zu lernen, wurden enttäuscht, als es daran ging, das Eingeworfene auch wieder Auszuwerfen. Kennst du die Situation während jener bewussten Prüfung, in der dir allein die Frage auf dem Blatt Papier noch bekannt vorkam, in der eine Antwort aber in der weitestmöglichen Entfernung lag? Wie ging dieses kleine Drama des Alltags aus?

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Illustration: Julia Schubert

Sonne mit Blackout. Und weil wir nicht nur dem Hirn alles Fehlgeschlagene dieser Welt zuschreiben wollen, reden wir auch über technisches Versagen. Denn selbst wer einen Blackout noch nie erlebt hat, stand vielleicht schon mal vor der Frage, warum ein Laptop zehn Stunden Guild Wars durchhält, bei einer zehnminütigen Powerpoint-Präsentation im Seminar zur höheren deutschen Physik aber versumpft wie ein Festival-Besucher im Regen des Taubertal-Open Airs? (Oder ist es einfach ein Gesetz, demzufolge keine Präsentation dieser Welt ohne KabelSteckerUSB-StickSoundkarten-Ebengingesnoch-Gedanken auskommt?) Reden wir über Totalausfälle in sehr wichtigen Situationen, genannt Prüfung, Klausur, Referat, Präsentation. (Und sagst du auch Präse zur Präsentation?)

Text: peter-wagner - Foto: afp

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