TV-Ticker: Wie viele Stunden siehst du am Tag fern?

Amerikaner glotzen fünf Stunden am Tag in die Röhre. Wie ist das bei dir?
philipp-mattheis
Default Bild

Illustration: Julia Schubert

Der durchschnittliche Fernsehkonsum der Deutschen steigt und steigt: 1988 sahen die Deutschen ab 14 durchschnittlich 2,5 Stunden am Tag fern. 2004 lag der Durchschnitt bereits bei 3,5 Stunden. In den USA wurde laut einer vierteljährlich erscheinenden TV-Studie der US-Marktforscher von Nielsen vor kurzem ein neues Allzeithoch erreicht: Amerikaner glotzen im Durchschnitt fünf Stunden lang in die Röhre. In Deutschland ist der Anteil übrigens nicht bei jungen Zuschauern am höchsten, sondern in der Altersgruppe der Über-50-jährigen. Fernsehen kann informativ, unterhaltend, interessant und spannend sein. Trotzdem hat das Medium – zumindest unter selbsternannten Bildungsbürgern – einen schlechten Ruf. Schmuddelformate der Privaten wie Big Brother und Dschungelcamps tragen auch nicht gerade zu einer Intellektualisierung des Fernsehens bei. Drei meiner engeren Freunde besitzen schon seit Jahren keinen Fernseher. Sie behaupten, nichts zu vermissen. Informationen entnehmen sie lieber der Zeitung und anstatt zwei Stunden vor dem Einschlafen von Schrott zu Schrott zu zappen, lesen sie lieber ein Buch. Ich bewundere das ein bisschen, gleichzeitig kann ich mir nicht vorstellen, ganz auf einen Fernseher zu verzichten. Wie ist das bei Dir? Kannst du ohne Fernseher leben? Wie viele Stunden glotzt du am Tag?

Text: philipp-mattheis - Foto: dpa

  • teilen
  • schließen