Und jetzt? Der Bundespräsidentenwahlnachtarock-Ticker

Der Wunschkandidat der Regierungskoalition, Christian Wulff, hat es dann doch geschafft, sich im dritten Wahlgang wählen zu lassen. Immerhin. Aber was bedeutet dieses Wahldebakel für die Regierung?
christina-waechter

War es das jetzt mit der Regierung? War es das "Debakel für Schwarz-Gelb", als das die ersten beiden Wahlgänge von der Presse bezeichnet wurden? Oder ist dann am Ende doch alles gut ausgegangen und Angela Merkel kann gemeinsam mit ihrer Regierung wieder zur Tagesordnung übergehen?

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Illustration: Julia Schubert

Die Wahlurne wird zur Zählung der Stimmen abtransportiert Im ersten Durchgang fehlten Wulff 23 Stimmen zur absoluten Mehrheit. Er erhielt genau 600 Stimmen, 44 Abweichler der schwarz-gelben Koalition wählten in der geheimen Wahl einen anderen Kandidaten. Im zweiten Wahlgang dann vermehrten sich Wulffs Wähler auf 615. Joachim Gauck, der Kandidat von SPD und Grünen schafft im ersten Durchgang 499 Stimmen, im zweiten dann immer noch 490. Dann, nach elend langen Stunden und dem dritten Wahlgang, gibt Bundestagspräsident Lammert bekannt: Es ist vollbracht, Deutschland hat nach dem plötzlichen Rücktritt von Horst Köhler wieder einen Bundespräsidenten. Der heißt Christian Wulff und hat es im dritten und letzten Durchgang sogar zu einer absoluten Mehrheit gebracht. Aber damit ist noch lange nicht alles vorbei. Denn jetzt fängt das Nachtarocken an. Was bedeutet diese schwere Geburt für die schwarz-gelbe Regierungskoalition? Ist das das vielbeschworene Ende? Oder wurde da wieder aufgeblasen, was so irre wichtig doch nicht ist. Hast du die Bundespräsidentenwahl verfolgt? Und hast du eine Ahnung, was das für die nähere Zukunft dieses Landes bedeuten wird?

Text: christina-waechter - Bild: ddp

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