Vor Weihnachten schaffe ich das nicht mehr!

Wie eine Befestigung scheint das Christenfest im Jahr zu stehen. Woher kommt das?
yvonne-gamringer
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Illustration: Julia Schubert



Schon vier Wochen vor Weihnachten überlegen die Menschen, was sie bis Weihnachten noch geregelt bekommen müssen und was sie mit Sicherheit nicht mehr geregelt bekommen werden. Es ist, als sei das Christenfest die höchste Hürde im Jahr, vor der Gut und Böse, Mann und Frau, Tun und Lassen aufhören. Wenn man dann aber mal leger in den Kalender schaut, sieht man, dass Weihnachten im Jahr 2010 nichts anderes als ein verlängertes Wochenende ist. Am 27. Dezember ist es wieder Montag und weiter geht die Chose. Warum dann also diese seltsame Grenz-Zeitrechnung? Brauchen wir das im Kopf vielleicht, diese brutalstmögliche Abstoppung allen Schaffens? Ist Weihnachten quasi so etwas wie der Sonntag des Jahres?

Text: yvonne-gamringer - Foto: dpa

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