Welche Rachephantasien hegst du?

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Nicht jeder ist am Arbeitsplatz mit einem netten Boss gesegnet. Manche Chefs können richtige stinkig sein und interessieren sich nicht die Bohne für die Rechte und das Wohlbefinden ihrer Untergebenen. Die meisten Arbeitnehmer finden sich in einer solchen Situation einfach mit der Tatsache ab, dass ihr Chef nun einmal ein Arsch ist. Andere greifen aber zu radikaleren Mitteln und setzen sich zur Wehr: So etwa ein paar dutzend Fabriksarbeiter in Peking, die aus Protest gegen denn Stellenabbau in der Fabrik ihren Chef, den Amerikaner Chip Starnes, seit Tagen im eigenen Büro gefangen halten. Die Arbeiter beklagen, dass sie monatelang kein Gehalt mehr bekommen haben, und befürchten, dass die Fabrik bald zusperren und sich Starrnes ohne Abfindungen zu zahlen aus dem Staub machen könnte. 

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Illustration: Julia Schubert

Racheglüste hat jeder Mal. Heute dürfen sie zumindest mal alle ausgesprochen werden!

Starnes spricht hingegen von einem großen Missverständnis: Er wollte nur Arbeiter in andere Abteilungen versetzen, ein paar hätten sich aber geweigert zu gehen und wurden deshalb mit Abfindungen beschwichtigt. Plötzlich wollten dann die anderen Kollegen auch entschädigt werden und verlangten unverschämt hohe Summen. Weil er sich dazu weigerte ihnen diese auszuzahlen, nahmen sie ihn kurzerhand als Geisel. Gewalt haben die Arbeiter ihm aber keine zugefügt, zumindest keine körperliche, so der Chef im CNN Interview. Er bekomme drei Mahlzeiten am Tag und habe ein Bett zum Schlafen. Davon werde er aber durch das permanente Klopfen der Arbeiter an seinem Bürofenster gehindert. 

Den Chef im Büro einsperren, den Mercedesstern des mobbenden Kollegen abbrechen, mit der Kreditkarte des fremd gegangenen Exfreundes shoppen gehen: Wie würdest du dich gerne für fiese Aktionen bei Fieslingen bedanken?


Text: simone-groessing - Illustration: Michaela Maget

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