Welche Winterausrüstung hast du?

Alle Jahre wieder steht man eines Tages mit Chucks im Schnee und denkt: Muss das? Aber für die fünf eisigen Tage extra Fellschuhe kaufen, muss das?
max-scharnigg
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Illustration: Julia Schubert

Wenn man, sagen wir, in Vaxjö oder drüben in Sibiren wohnen würde, wäre der jährliche Winter eine klare Sache. Man hätte dann jede Menge Fellkleidung, Spezialschuhe, Räumwerkzeug und Eispickel zur Hand, weil das eben dazugehört. In Deutschland ist man aber gerade so an der Klima-Grenze, dass Millionen Menschen hier alle Jahre wieder vom Schnee überrascht werden. Wenn es mal flächendeckend schneit, wie am vergangenen Wochenende, rutscht halb Hamburg auf Sommerreifen durch die City und nahezu die ganze junge Bevölkerung von Berlin ist in zu dünnem Schuhwerk unterwegs und tappt mit ihren OnitsukaTigers in die Eiswasser-Pfützen. Ist ja auch verständlich: Wer kauft sich für die durchschnittlich fünf Tage mit Schnee schon gefütterte Stiefel und Zopfpullis? Ein Städter jedenfalls nicht, da erschöpft sich die Wintergarderobe in einer Mütze, Handschuhe und schickem Schal. Der Rest ist genau wie im Sommer - warme Hosen, dicke Pullis, Flanellhemden kennt man ja gar nicht mehr. Falls die Mütze nicht mehr reicht, bleibt man entweder daheim oder man wurstelt sich für die Extrem-Kälteperiode sein Outfit aus den gesammelten Überresten der letzten zwanzig Jahre zusammen, vornehmlich aus der Zeit, als man noch von Muttern bestückt wurde. Da gibt es immer noch lange Unterhemden und –hosen, diese komische rote Daunenjacke und die gestrickten Strümpfe von der Oma, außerdem Bergschuhe, die überraschend gut sind gegen Matschpfützen. Aber wo ist noch mal der Eiskratzer fürs Auto? Wie sieht deine Winternotfall-Ausrüstung aus? Kaufst du dir spezielle Wintermode oder bleibt dein Look eigentlich gleich? Und welches warme Accessoire hättest du aktuell am Nötigsten?

Text: max-scharnigg - Foto: ap

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