Wie gehst du mit unerwünschter Werbung um?

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Ungefähr eine Woche hat es gedauert, bis der Aufschrei doch noch gekommen ist. Nach dem Beschluss des Bundestags über das sogenannte "Meldegesetz" war es zunächst still. Doch langsam schwappt die Kritik, die bisher vor allem auf Twitter stattgefunden hat, auf alle Medien über.

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Illustration: Julia Schubert

Das Gesetz, das 2014 in Kraft treten soll, erlaubt Einwohnermeldeämtern, persönliche Daten an Werbefirmen zu verkaufen - ohne eine wirkliche Einspruchsmöglichkeit. Während die Medien kaum davon Notiz genommen haben, wird auf Twitter seit dem Beschluss unter dem Hashtag #Meldegesetz diskutiert - besonders über die Tatsache, dass das Gesetz am 28. Juni bei nicht einmal 30 anwesenden Abgeordneten und in nur 57 Sekunden durchgewunken worden ist. Der Grund für den fast leeren Saal war das EM-Halbfinalspiel Deutschland-Italien, das kurz vor Beginn der Sitzung angepfiffen worden ist.

Noch ist allerdings nichts entschieden. Die Opposition hat angekündigt, das Gesetz im Bundesrat stoppen zu wollen, auch der Deutsche Städtetag hat Kritik geäußert. Sogar die Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat sich inzwischen von dem Beschluss distanziert: "Nach dem Beschluss des Bundestags sehe ich hier noch Diskussionsbedarf", sagte sie der "Berliner Zeitung". Sie bevorzuge eine Einwilligungslösung, bei der man ausdrücklich zustimmen muss, bevor persönliche Daten von einer Meldebehörde zu Werbezwecken weitergegeben werden.

Was denkst du über die Abstimmung zum "Meldegesetz", bei der nicht mal ein Einspruch möglich sein soll, wie es sonst bei Werbung üblich ist? Wie hältst du es generell mit unerwünschter Werbung? Klebt an deinem Briefkasten ein Zettel, der Werbung verbietet? Und wie reagierst du bei Werbeanrufen? Suchst du nach einer Ausrede, schmetterst den Anrufer gleich ab oder legst einfach auf? 

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