Wie kommunikativ bist du beim Fernsehen?

Teile diesen Beitrag mit Anderen:

Vorletzten Sonntag wollte ich mir den Adlon-Film anschauen, obwohl ich keine hohen Erwartungen an die Umsetzung hatte. Während mein Blick zwischen Fernseher und Laptop hin und her wechselte, und ich mich auf der Facebook-Pinnwand einer Kommilitonin über das Gesehene echauffierte, beschwerte sich plötzlich jemand, die Timeline sei neuerdings sonntagabends immer fest in den Händen von übermotivierten Tatort-Kommentatoren. Es ist wahr: Bei jedem größeren Fernsehereignis scheint die so genannte Schwarmintelligenz in sozialen Netzwerken einen allgegenwärtigen Live-Ticker zu generieren. Dort wird dann um die Wette kommentiert, bewertet, gestritten und geraten – wer der Mörder ist, zum Beispiel.  

Default Bild

„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert



Wenn man selbst gar nicht fernsieht, ist man trotzdem bestens informiert, ob man nun will, oder nicht. Dass das einigen Menschen auf die Nerven geht, ist nachvollziehbar. Andauernde Kommunikation während des Fernsehens muss sich aber nicht nur im Netz abspielen. Mich stören „analoge“ Gespräche viel mehr, wenn ich mich wirklich einmal auf das Programm konzentrieren möchte. Außerdem schadet es nicht, über einen guten Film in Ruhe nachzudenken, anstatt sich sofort von den Tausenden in die Weiten des Internets katapultierten Meinungen beeinflussen zu lassen.  

Stört es dich, wenn im Wohnzimmer unablässig diskutiert wird - und man ungefragt mit dem Fernsehprogramm konfrontiert wird, sobald man online ist? Oder kommentierst du selbst gern beim Fernsehen auf Twitter und Facebook? Wenn ja, bei welchen Sendungen?   


Text: helena-kaschel - Foto: s.odincov / photocase

  • teilen
  • schließen