Würdest du einem Arbeitgeber deine Logins verraten?

Eine kleine Geschichte aus Amerika: Ein Arbeitgeber verlangt aus Sicherheitsgründen den Facebook-Login eines potentiellen Mitarbeiters. Soll man das dulden?
yvonne-gamringer
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Illustration: Julia Schubert



Vor ein paar Tagen ging im amerikanischen Internet die Geschichte von einem Mann rum, der bei einem Bewerbungsgespräch dem Arbeitgeber seinen Facebook-Login verraten sollte. Es ging dabei um eine sogenannte "Background Clearance". Der Arbeitgeber wollte, sehr kurz gesagt, sicher gehen, dass der Bewerber nix auf dem Kerbholz hat. Die ganze Geschichte ist nun gut ausgegangen, wie man hinter dem Link in der ersten Zeile dieses Textes nachlesen kann. Der bewusste Arbeitgeber in Maryland hat den Facebook-Check aus dem Anforderungskatalog gestrichen und alles wird vielleicht wieder gut. Und trotzdem bleibt ein fader Nachgeschmack. Facebook oder andere soziale Netzwerke sind so etwas wie der Vorgarten des eigenen Ichs. Für manche zumindest. Wer in solch einen Vorgarten schauen darf, lernt viel über eine Person. Ist es deshalb okay, auch einen Arbeitgeber einen Blick in diesen womöglich gepflegten Garten werfen zu lassen? Oder ist es ein Unding? Wie weit, und das ist vielleicht eine wichtige Frage: Wie weit soll man für einen Job gehen? Wie weit soll man sich öffnen? Und: Verrätst du anderen Leuten eigentlich deine Passwörter? Wem?




Text: yvonne-gamringer - Foto: ap

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