Zum Dank einen Berg Pizza - der Dankeschön-Ticker

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Für gewöhnlich bedanken wir uns dann, wenn jemand etwas getan hat, das er nicht hätte tun müssen – das uns selbst aber in irgendeiner Art geholfen hat. Als ich neulich umzog, reparierte der neue Hausmeister meine kaputte Briefschlitzklappe. Als er dann merkte, dass ich nach fünf Tagen noch immer nicht die Zeit gefunden hatte, die Küche in Betrieb zu nehmen, besorgte er im Baumarkt einen Boiler, installierte ihn unter der Spüle und schloss auch gleich noch die Waschmaschine an. Einfach so. Hätte er nicht tun müssen, hat mir aber sehr geholfen – ein klarer Fall für eine Flasche Rotwein.  

Manchmal gibt es aber auch den diffusen Wunsch, sich bei Menschen zu bedanken, die vielleicht nicht direkt etwas für uns getan haben – aber mit ihrer Arbeit die Welt an sich bereichern. Wie bedankt man sich für so etwas?  

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Illustration: Julia Schubert

Ist frische Pizza eine gute Währung für Dankbarkeit?

Die Mitarbeiter der Tageszeitung Chicago Tribune hatten am Montag offenbar den Drang, sich bei den Kollegen vom Boston Globe zu bedanken. Die Leute von der Ostküste hatten im Nachrichten-Blizzard rund um das Attentat fantastische Arbeit geleistet, fanden die Kollegen aus Chicago – und wollten einfach mal Danke sagen für eine Woche solide Arbeit mit viel Engagement und wenig Schlaf. 

Also bestellten sie am Montag Mittag einen mittelgroßen Berg Pizza und ließen ihn zum Redaktionshaus des Boston Globe liefern. Mit einem kleinen Brief: "You make us all proud to be journalists. We can’t buy you lost sleep, so at least let us pick up lunch."

Kennst du auch jemanden, der vielleicht nicht direkt etwas für dich getan hat – aber generell mal eine große Pizza Prosciutto verdienen würde? Was verschenkst du, wenn du dich bedanken möchtest? Und andersherum, worüber freust du dich selbst am meisten: Blumen, Bordeaux oder Bourbon?

Text: jan-stremmel - Foto: codswollop/photocase.com

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